Rezension: ‚Todesmarsch‘ von Stephen King

Titel: ‚Todesmarsch‘

(Originaltitel: ‚The Long Walk‘)

Autor: Stephen King

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Englisch)

Sprecher: David Nathan

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo (Normalpreis € 20,95)

Länge: 10 Std 47 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe (audible):

Staatschef „Major“ organisiert zur allgemeinen Belustigung einen „Todesmarsch“, einen Marathon auf Leben und Tod. 100 Jugendliche, zwischen 14 und 17 Jahren, nehmen teil unter der Bewachung des Militärs. Die Regeln sind tödlich: erschossen wird, wer langsamer als 4 Meilen pro Stunde wird, gegessen wird nur zu bestimmten Zeiten und geschlafen wird gar nicht. Nur einer kann siegen, und die Überlebenschancen stehen 1:100. Dem Gewinner winkt unermesslicher Reichtum und den Verlierern der Tod…

Zum Hörbuch:

Da ich zu Stephen King ein eher gespaltenes Verhältnis habe, brauchte es Überzeugungsarbeit einer Bloggerfreundin, bis ich TODESMARSCH eine Chance gab. Es handelt sich bei dem Roman um eine ältere Geschichte aus den Zeiten, als King auch noch unter dem Pseudonym ‚Richard Bachman‘ schrieb und ich zum ersten Mal mit ihm in Kontakt kam – nicht immer mit gutem Ergebnis. Der entscheidende Faktor war letztendlich der Sprecher: Was auch immer King da verzapft hatte, bei David Nathan konnte ich sicher sein, dass es zumindest ein famoses Sprecher-Erlebnis sein würde.

Ohne jedes Vorwissen über die Geschichte ging ich also mit ‚Nr.47‘, einem 16jährigen names Garraty, an den Start. Da gehen also ein Haufen Jungen los auf einen Marsch. Was es damit auf sich hat, erschließt sich erst nach und nach. Was harmlos erscheint, entpuppt sich langsam zu einem grausamen Wettbewerb. Dessen Regeln versteht man erst wirklich, als der erste Junge erschossen wird. Doch auch dann begegnet man den gnadenlosen Gesetzen dieses Marsches mit Unglauben. Es hat einfach etwas Surreales, wie diese Teenager sich offenbar freiwillig für ein Abschlachten auf Raten zur Verfügung stellen und für einen Gang, der an Qual und Leid nicht zu überbieten ist.

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Rezension: ‚Der Wind bringt den Tod‘ von Ole Kristiansen

Titel: ‚Der Wind bringt den Tod‘

Autor: Ole Kristiansen

Sprache: Deutsch

Format: Taschenbuch

Länge: 496 Seiten

Inhaltsangabe (amazon):

Jule Schwarz ist selbstbewusst, erfolgreich und schön. Hinter ihrem makellosen Äußeren verbirgt sich aber ein tiefes Schuldgefühl, das die junge Frau schon lange in kein Auto mehr steigen lässt. Ausgerechnet sie soll nun ein Windparkprojekt in einem abgelegenen Dorf umsetzen. Am liebsten würde Jule alles hinschmeißen, doch dieser Auftrag bedeutet neben den täglichen Autofahrten aufs Land auch einen großen Sprung auf der Karriereleiter. Jule setzt sich hinters Steuer. Vor Ort sieht sie sich plötzlich mit ganz anderen Problemen konfrontiert. Eine Frauenleiche wird im nahegelegenen Wald gefunden. Die Tote sieht Jule zum Verwechseln ähnlich.

Zum Buch:

Hinter dem Klappentext verbirgt sich – zum Glück – kein konventioneller Serienmörder-Thriller. Verantwortlich dafür ist vor allem das Setting der Geschichte: ein kleines norddeutsches Dorf und seine halsstarrigen Bewohner. Wer (wie ich) auf dem Land lebt, ahnt gleich zu Beginn, in welche Mauer die Karrierefrau aus der Stadt, Jule Schwarz, hineinrennen wird, als sie den Landeiern den Bau eines Windparks vor ihrer Haustür schmackhaft zu machen versucht. Dass bereits ein Kollege von ihr, der aus dem Dorf stammt, kläglich gescheitert ist, hätte sie eigentlich aufhorchen lassen sollen.

Überhaupt startet die Geschichte (passend zum düsteren Coverfoto) unheilvoll. Beklemmung macht sich von Anfang an breit. Das liegt natürlich auch an Jule selbst. Hinter der Maske der coolen Geschäftfrau verbirgt sich eine von Ängsten und Zwängen beherrschte junge Frau. Wir erfahren früh, warum Jule bis dato lange Jahre unfähig war, sich ans Steuer eines Autos zu setzen. Ihr Therapeut ermutigt sie zwar, aber vielleicht war es doch keine so gute Idee, es ausgerechnet an diesem Tag wieder zu versuchen. Von Panikattacken geschüttelt, schafft Jule es bis in das kleine Provinznest. Wo sie dann prompt auf blinkende Polizeifahrzeuge stößt, dunkle Gestalten durch den Wald huschen und auch noch ihr Navi mitten im Unterholz versagt. Wirklich, kein guter Start.

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Rezension: ‚Outlaw‘ von Angus Donald

Titel: ‚Outlaw‘

(dt. Titel: ‚Der Barde‘)

Autor: Angus Donald

Sprache: Englisch

Sprecher: Graham Padden

Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo (ohne Abo €19,95)

Länge: 13 Std 47 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe:

England, Ende des 12. Jahrhunderts. Der junge Taschendieb Alan Dale wird beim Stehlen erwischt. Seine einzige Chance, vor den Häschern des Sheriff von Nottingham in Sicherheit zu sein, ist Robin Hood: Er schließt sich dessen Bande an, mit einem Schwur bis auf den Tod. Er lernt nicht nur, sein Talent als Barde auszubauen, sondern auch zu kämpfen und wird allmählich zu Robin Hood’s Vertrautem. Doch der Anführer der Gesetzlosen ist ein geheimnisvoller Mann, der ebenso ehrenhaft sein kann wie grausam und furchteinflößend.

Bald wird klar: In den Reihen der Gesetzlosen gibt es einen Verräter. Und eine Konfrontation mit der Armee des Sheriff von Nottingham scheint unausweichlich.

Zum Hörbuch:

Robin Hood. Wer hat ihn nicht schon als Kind geliebt? Edel, stark, schlau, attraktiv – nicht erst seit der Verfilmung mit Kevin Costner lässt dieser Kerl die Herzen höher schlagen. Ein echter Held, ein Klassiker. Es war Zeit, ihn mal wieder aufzusuchen. Zeit für eine waschechte Abenteuergeschichte. Und der Klappentext versprach einen etwas anderen Robin Hood – einen mit Ecken und Kanten.

Es ist eine düstere, gnadenlose Zeit, in die uns Donald mitnimmt. Die Menschen sterben wie die Fliegen an Krankheiten und Verletzungen oder einfach Hunger. Ein Leben ist nicht viel wert. Das hat nichts von der guten alten Robin Hood-Romantik, sondern wirkt sehr authentisch und realistisch. Atmosphärisch und in schöner, zeitgemäß altmodischer Sprache erweckt OUTLAW eine finstere Epoche zum Leben. Das ist stimmungsvoll, ehrlich, hautnah.

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Rezension: ‚Die Frau meines Lebens‘ von Nicolas Barreau

Titel: ‚Die Frau meines Lebens‘

Autor: Nicolas Barreau

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Französisch)

Format: Taschenbuch für € 8,99

Länge: 144 Seiten

Inhaltsangabe (amazon):

Eines Mittags sitzt im Pariser Lieblingscafé des passionierten Buchhändlers Antoine wie vom Himmel gefallen die Frau seines Lebens. Beim Hinausgehen wirft die schöne Unbekannte ihm ein Kärtchen mit einer Telefonnummer zu, die aber nicht mehr vollständig ist. Antoine hat nun zehn verschiedene Möglichkeiten und nur vierundzwanzig Stunden Zeit, um die Frau seines Lebens wiederzufinden.

Zum Buch:

Nach DAS LÄCHELN DER FRAUEN hatte ich Lust auf eine weitere Liebesgeschichte von Barreau, und im Buchladen lachte mich DIE FRAU MEINES LEBENS pünktlich zum Urlaubsantritt an. Das schmale Büchlein nimmt auch nicht viel Platz im Koffer weg.

144 Seiten wartete ich, dass mich derselbe federleichte Zauber ergreifen würde, der DAS LÄCHELN DER FRAUEN zu einem puren Vergnügen gemacht hatte. Aber der kam nicht. Nicht wirklich.

Dabei unterscheidet sich DIE FRAU MEINES LEBENS in der Natur der Sache eigentlich nicht wesentlich von DAS LÄCHELN DER FRAUEN. Auch hier haben wir eine luftige, leichte Romanze mit zartem Humor und  – man darf es vorwegnehmen – dem erwarteten Happy End. Auch hier ist Paris die entzückende Kulisse für ein unterhaltsames Verwirrspiel. Auch hier sind zwei Menschen ganz offensichtlich füreinander bestimmt. Ohne rot zu werden, bettet Barreau auch diese Geschichte auf rote Rosen – Romantik pur.

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Rezension: ‚Catch of the Day‘ von Kristan Higgins

Titel: ‚Catch of the Day‘

Autorin: Kristan Higgins

Sprache: Amerikanisch

Sprecherin: Xe Sands

Format: Hörbuch-Download von audible.de für €9,95 im Flexi-Abo (ohne Abo €25,95)

Länge: 10 Std 13 min (ungekürzt)

Hörprobe

Inhaltsangabe:

Maggie Beaumont lebt in Gideon’s Cove, einem winzigen Ort an der Ostküste der USA. Sie betreibt dort das einzige Diner, Anlauf- und Treffpunkt für die Bewohner der Kleinstadt. Mit Männern hat Maggie nichts als Pech. Gerade erst kommt sie über den letzten Reinfall hinweg: Der Angebetete hat sich als katholischer Priester entpuppt. Außerdem lässt Maggie kein Fettnäpfchen aus, um hinein zu tappen. Mit ihrer Mutter, die dauernd an ihr herumkritisiert, verbindet sie eine Hass-Liebe. Wie gerne wäre Maggie auch deshalb etwas mehr wie ihre glücklich verheiratete Zwillingsschwester Kristy.

Auf der Suche nach dem Mann für’s Leben kreuzen sich ihre Wege mit dem schweigsamen Fischer Malone. DER kann es doch nun wirklich nicht sein, oder?

Zum Hörbuch:

Nach Nicolas Barreau’s luftiger Sommer-Romanze ‚Das Lächeln der Frauen‘ war mir für den anstehenden Urlaub nach einem weiteren, leichten Liebesroman. Einem, der trotz aller Leichtigkeit aber nicht oberflächlich sein sollte. Auf der ‚Sound Cloud‘ der Erzählerin Xe Sands war ich auf einen vielversprechenden Clip aus CATCH OF THE DAY gestoßen, und so nahm ich also die sympathische Maggie mit ihren Männerproblemen mit auf die Reise.

Es war eine richtig gute Wahl. CATCH OF THE DAY mag auf den ersten Blick wie ein bedeutungsloses Romänchen erscheinen, das nicht nur vorhersehbar ist sondern auch genauso schnell aus dem Gedächtnis wie ein Einkaufszettel. Wie schön, dass dem überhaupt nicht so war!

Gut, vorhersehbar ist das Ende schon. Das ist ja auch irgendwie der Sinn bei einem solchen ‚Wohlfühlbuch‘. Das Leben bietet genug schockierende Wendungen – da braucht man manchmal eine Liebesgeschichte, auf die man sich verlassen kann. Ein garantiertes Happy End eben.

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Rezension: ‚Heart Shaped Box‘ von Joe Hill

(dt. Titel: ‚Blind‘)
Autor: Joe Hill
Sprache: Amerikanisch
Sprecher: Stephen Lang
Format: Hörbuch-Download von audible.de für € 9,95 im Flexi-Abo (normal € 20,95)
Länge: 11 Std 6 min
Inhaltsangabe (amazon):

Früher oder später holen die Toten dich …Der Rockstar Judas Coyne erwirbt über das Internet einen Geist. Was als vermeintlicher Spaß beginnt, wird bald zu einem blutigen Horrortrip auf der Straße des Todes.

Zum Hörbuch:

Horror ist gar nicht mein Fall. Wenn’s gruselig wird, bin ich die erste, die sich im Kino Augen und Ohren zu hält. Filme aus diesem Genre gehen gar nicht. Bei Hörbüchern bzw. Hörspielen ist das etwas anderes. Da fordere ich mich schon mal selbst gerne heraus und bin bereit, es mit den Bildern, die in meinem Kopf entstehen, aufzunehmen.

Zufällig bin ich beim Stöbern auf einem Blog auf HEART SHAPED BOX gestoßen, und eins lies mich aufhorchen: Der Autor, Joe Hill, ist kein Geringerer als der Sohn von Horror-Meister Stephen King! Und obwohl ich mit Stephen King immer mal meine Probleme habe, interessierte mich doch brennend, was sein Sohn da so in den großen Fußstapfen seines Vaters treibt.

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