Rezension: ‚Hypnose‘ von Sina Beerwald

hypnoseTitel: ‚Hypnose‘

Autorin: Sina Beerwald

Format: Hörbuch

Sprache: Deutsch

Sprecher: Charles Rettinghaus

Anbieter: Audible

veröffentlicht: 2013

Länge: 11 Std 10 min (ungekürzt)

Das Hörbuch ist als Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo nur € 9,95. Mehr zu Abos und Preisen erfahrt ihr HIER.

Eine Hörprobe findet ihr auf der Produktseite von audible.

Beschreibung (audible):

Ein eiskalter Mord im Freundeskreis. Die Journalistin Inka Mayer hat Zweifel am Geständnis ihrer Freundin Annabel. Inka hegt den Verdacht, dass Annabel das Opfer eines Klinikleiters ist, der unter Hypnose Experimente an ahnungslosen Patienten durchführt – und bei dem sie beide in Behandlung sind. Oder ist Hypnose so harmlos, wie er sie glauben machen will? Irgendwer hat es auch auf die Journalistin abgesehen. Ein Spiel um freien Willen, Wirklichkeit und Paranoia beginnt. Ein Spiel auf Leben und Tod.

Zum Hörbuch:

Die gebürtige Stuttgarterin Sina Beerwald veröffentlichte mehrere historische Romane, bevor sie nun mit HYPNOSE ihr Thriller-Debut vorlegt. Ein weiterer Thriller ist für Herbst 2013 geplant.

Bei einem Thriller-Debut erwarte ich keine Perfektion. Es darf etwas holprig zugehen, und ‚Kinderkrankheiten‘ sind zu erwarten. Die gibt es auch bei HYPNOSE, und leider mehr, als mir lieb ist.

Das Thema ist Geschmackssache: Wie der Titel schon preisgibt, dreht es sich um Hypnose. An sich nicht unspannend. Vor allem, wenn es um die Frage geht, ob ein Mensch unter Hypnose gezwungen werden kann, etwas gegen seinen eigenen Willen zu tun. Etwas, das gegen sein Wesen und seine Werte völlig verstößt. Im Extremfall: Kann ein Mensch durch Hypnose zum Mörder gemacht werden?

Sina Beerwald hat es mit mir von Anfang an nicht leicht, das ich Hypnose an und für sich skeptisch gegenüberstehe. Das riecht nach Scharlatanerei und – im ungünstigsten Fall – nach Missbrauch. Aber selbst, wenn Hypnose medizinisch korrekt und erfolgreich durchgeführt wird, hat es etwas Unheimliches an sich. Man ist schutzlos, wenn andere ins eigene Unterbewusstsein vordringen, ohne dass man die Kontrolle hat.

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Rezension: ‚Gone Girl‘ von Gillian Flynn

gone girlTitel: ‚Gone Girl‘

(dt. Titel: ‚Gone Girl – Das perfekte Opfer‘)

Autor: Gillian Flynn

Sprache: Amerikanisch

Medium: eBook

Verlag: Phoenix

Erscheinungsdatum: 22. Mai 2012

(die deutsche Ausgabe erscheint am 22. August 2013)

Seitenanzahl der Printausgabe: 412 Seiten

“We weren’t ourselves when we fell in love, and when we became ourselves – surprise! – we were poison. We complete each other in the nastiest, ugliest possible way.”
― Gillian Flynn, Gone Girl

Beschreibung (amazon):

„Was denkst du gerade, Amy?” Diese Frage habe ich ihr oft während unserer Ehe gestellt. Ich glaube, das fragt man sich immer wieder: Was denkst du? Wie geht es dir? Wer bist du? Wie gut kennt man eigentlich den Menschen, den man liebt?

Genau diese Fragen stellt sich Nick Dunne am Morgen seines fünften Hochzeitstages, dem Morgen, an dem seine Frau Amy spurlos verschwindet. Die Polizei verdächtigt sogleich Nick. Amys Freunde berichten, dass sie Angst vor ihm hatte. Er schwört, dass das nicht wahr ist. In seinem Computer findet die Polizei merkwürdige Hinweise. Er erhält sonderbare Anrufe. Was geschah mit Nicks wunderbarer Frau Amy?

Zum Buch:

Schon im Frühjahr 2012 schwappte aus amerikanischen Buchblogs Begeisterung über den großen Teich. Gepaart allerdings mit Kommentaren, wo es um die unsympathischen Figuren in GONE GIRL und die abgrundtiefe Bösartigkeit der Geschichte ging. Starker Tobak also.

Jetzt, ein paar Tage vor der deutschen Veröffentlichung, habe ich mich nach langem Zögern doch an diesen ‚Krimi noir‘ gewagt. Geschrieben wurde er von Gillian Flynn, die – ebenso wie die Hauptfigur Nick Dunne – aus Missouri stammt und für Entertainment Weekly als Journalistin gearbeitet hat, bevor Sie zur Bestsellerautorin wurde.

Es ist furchtbar schwierig, auch nur irgendetwas über GONE GIRL zu sagen, ohne schon zu viel zu verraten. Ich werde mich am Riemen reißen, um euch den Genuß dieses rabenschwarzen Romans nicht zu versemmeln. Versprochen.

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Rezension: ‚Silber‘ von Kerstin Gier

SilberTitel: ‚Silber – Das erste Buch der Träume‘

Autorin: Kerstin Gier

Sprache: Deutsch

Format: Hörbuch

Sprecher: Simona Pahl

Anbieter: Argon Verlag

veröffentlicht: 2013

Länge: 9 Std 35 min (ungekürzt)

Das Hörbuch erhaltet ihr im Download bei audible.de, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo €9,95.

Ein Hörprobe findet ihr auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (audible):

Geheimnisvolle Türen mit Eidechsenknäufen, sprechende Steinfiguren und ein wildgewordenes Kindermädchen mit einem Beil … Liv Silbers Träume sind in der letzten Zeit ziemlich unheimlich. Besonders einer von ihnen beschäftigt sie sehr. In diesem Traum war sie auf einem Friedhof, bei Nacht, und hat vier Jungs bei einem düsteren magischen Ritual beobachtet. Zumindest die Jungs stellen aber eine ganz reale Verbindung zu Livs Leben dar, denn Grayson und seine drei besten Freunde gibt es wirklich. Seit kurzem geht Liv auf dieselbe Schule wie die vier. Eigentlich sind sie ganz nett. Wirklich unheimlich – noch viel unheimlicher als jeder Friedhof bei Nacht – ist jedoch, dass die Jungs Dinge über sie wissen, die sie tagsüber nie preisgegeben hat – wohl aber im Traum. Kann das wirklich sein? Wie sie das hinbekommen ist ihr absolut rätselhaft, aber einem guten Rätsel konnte Liv noch nie widerstehen…

Zum Hörbuch:

Ganz offensichtlich stimmt etwas nicht mit mir. Während meine Twitter-Timeline reihenweise in Jubel über Kerstin Giers neues Buch ausbricht, frage ich mich immer noch verzweifelt, was um Himmels Willen alle so toll daran finden?! Auch nach inzwischen Wochen des Grübelns kann ich SILBER nichts abgewinnen.

Die naheliegendste Vermutung: SILBER ist ein Jugendbuch (und erzählt mir hier bitte nichts anderes; es IST so!), und ich bin keine Jugendliche mehr. Also gehöre ich nicht zur Zielgruppe, die – anders als ich – SILBER mit Begeisterung übehäuft. Ebenso gehöre ich nicht zur Gruppe der erwachsenen ‚YA‘-Fans, die trotz fortgeschrittenen Alters sehr gerne und häufig Jugendbücher lesen.

In diesem Falle trifft Kerstin Gier keine Schuld, und ich bin etwas ungerecht. Ungerecht gegenüber den Pappmaché-Figuren des Romans, die zwar teils witzig sind (Liv, Lottie), aber so tiefgründig wie ein Löschpapier. Einzig Liv’s neuer Stiefbruder Grayson wirkt, als könnte ein bisschen mehr hinter seinem geheimnisvollen Auftritt stecken. Weswegen ich im Laufe der Geschichte auch enttäuscht bin, dass Liv sich zum nichtssagenden Henry hingezogen fühlt. Warum bloß?

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