‚Blogger schenken #Lesefreude‘ – ein Buch mehr zu gewinnen!

Ein paar Tage LichtGute Nachrichten, Freunde!

Zusätzlich zu den beiden Büchern, die ich für die ‚Blogger schenken Lesefreude‘-Verlosung am ‚Welttag des Buches‘ (23.4.) selbst zur Verfügung stelle, gesellt sich jetzt ein drittes!

Der Dumont-Verlag war so freundlich, mir ein Exemplar von Oliver Bottinis Kriminalroman EIN PAAR TAGE LICHT zur Verfügung zu stellen. Als Appetizer hier schon mal der Klappentext:

‚In Algerien wird der Manager eines deutschen Rüstungskonzerns entführt. Von offizieller Seite heißt es sofort: Al-Qaida hat zugeschlagen. Doch für BKA-Mann Ralf Eley, an der deutschen Botschaft in Algier stationiert, gibt es zu viele Ungereimtheiten. heimlich gebinnt er zu ermitteln und findet bald heraus, dass viel mehr auf dem Spiel steht als das Leben eines Entführten. Als er begreift, dass die algerische wie auch die deutsche Regierung die Wahrheit vertuschen wollen, ist es zu spät: Längst geht es um Eleys eigenen Schicksal.‘

Ich freue mich sehr, diesen hochkarätigen politischen Krimi an einen von Euch verlosen zu können. Danke, Dumont!

Mehr zum Buch erfahrt ihr HIER, auf der Verlagshomepage.

Am 23.4. findet die eigentliche Verlosung statt – Genaueres dazu findet ihr HIER.

Es lohnt sich aber auch schon vorher, mal wieder vorbeizuschauen. In den nächsten Tagen verrate ich, welche beiden Bücher es noch zu gewinnen gibt. Na, neugierig?

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Rezension: ‚Abschied von Atocha‘ von Ben Lerner

5Titel: ‚Abschied von Atocha‘

Originaltitel: ‚Leaving the Atocha Station‘

Autor: Ben Lerner

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Englisch)

Format: gebundenes Buch

Verlag: Rowohlt

Erscheinungsdatum: 6. September 2013

Länge: 256 Seiten

Beschreibung (Klappentext):

Der junge amerikanische Lyriker Adam Gordon verbringt ein Jahr als Stipendiat in Madrid, auf der Suche nach sich selbst und seiner Rolle als Künstler. Schon beim Frühstück auf dem Dach seiner winzigen Mansarde (starker Kaffee und ein dicker Joint) horcht er in sich hinein und sucht nach einer, nach irgendeiner greifbaren Authentizität. Doch ob vor den verehrten Bildern im Prado, beim Zusammensein mit seinen beiden spanischen Geliebten, denen er das Blaue vom Himmel herunterlügt, oder auf der Bühne vor einem befremdlich begeisterten Publikum – immer bedrückender wird sein Verdacht, dass ihn und die Welt ein unüberwindlicher Graben trennt. Das liegt beileibe nicht nur an seinem holprigen Spanisch, das Anlass zu den kuriosesten Missverständnissen gibt, sondern an seiner wachsenden Überzeugung, dass er selbst eine ebensolche Fälschung ist wie seine nach dem Zufallsprinzip komponierten Gedichte. Immerhin, was ihm an Echtheit fehlt, ersetzt er durch blühende Phantasie. Doch dann geschieht der blutige Al-Qaida-Anschlag auf den Bahnhof Puerta de Atocha, und seine spanischen Freunde wollen ein politisches Bekenntnis von ihm …

Zum Buch:

‚Ich sagte mir, dass die Gedichte, ganz gleich, was ich tat, glanz gleich, was überhaupt irgendein Dichter tat, Flächen bilden würden, auf die die Leser ihren eigenen verzweifelten Glauben an die Möglichkeit einer poetischen Erfahrung – wie auch immer diese aussehen mocht – projizieren konnten oder die ihnen Gelegenheit bieten würden, deren Unmöglichkeit zu betreuern. […] nicht so sehr Gedichte als vielmehr eine Anhäufung von Materialien, aus denen sich Gedichte bauen ließen; sie waren reine Potenzialität, die der Artikulation harrte.‘

Ben Lerner, Abschied von Atocha

ABSCHIED VON ATOCHA ist eins der Bücher aus meinem Adventskalender und erweist sich für mich als Herausforderung, die ich nicht ganz meistere. Zumindest erschließt sich mir nicht, was an diesem Roman ’sehr lustig‘ sein soll, wie ein Kritiker des berühmten THE NEW YORKER behauptet. Gibt es da Missverständnisse zwischen mir, Ben Lerner, und Adam Gordon?

Überhaupt: Missverständnisse. Die ziehen sich – ungewollt und ebenso gewollt – durch das Buch. Adam’s Spanisch ist (zumindest zu Beginn) nur fragmentarisch vorhanden und führt neben anfänglicher hauptsächlicher Sprachlosigkeit seinerseits zu einer Menge falsch verstandener Aussagen –  aber auch zu einem Phänomen, das ich spannend finde: Adam spricht Sätze oft nicht zuende, weil ihm die Worte fehlen, oder er umschreibt, drückt sich nur vage aus. Sein spanischer Gegenüber nimmt diese Fragmente und füllt sie für ihn, gibt seinen Aussagen den Sinn, der darin zu liegen scheint (es aber oft gar nicht tut). Selbst leere Satzfetzen, mit denen Adam ein ums andere Mal seine eigene Ahnungslosigkeit überspielt, werden so durch die Interpretation des Gesprächspartners zu bedeutungsschweren Statements. Adam wird sich dieses Phänomens gewahr und benutzt es gezielt, um geistreicher und kreativer zu erscheinen, als er es eigentlich ist.

 

Und was ist er eigentlich? Das ist für mich beim Lesen die große Frage. Wohl auch für Adam selbst. Er ist mir nicht gerade sympathisch. Er klüngelt sich mit seinem Lyrik-Stipendium kiffend und saufend und Tabletten einwerfend durch sein Jahr in Madrid. Hat er eine echte psychische Erkrankung, oder ist die auch nur ein Vorwand? Seine Gedichte sind – ebenso wie seine verschleierten Konversationen – eine Mischung aus Zufall, Geklautem, Zusammengewürfeltem, das er so kunstvoll zusammenhanglos in Gedichtform gießt, bis man es schon wieder für große Lyrik hält. Hier wiederholt sich das Thema von oben – die Rezipienten füllen aufgrund von Erwartungen etwas mit Sinn, das eventuell gar keinen keinen Sinn beinhaltet und nur den Anschein vorgibt.

Auch den Frauenfiguren der Geschichte gegenüber tritt Adam alles andere als ehrlich auf. Er lügt tatsächlich das Blaue vom Himmel herunter, teils, um interessant zu erscheinen, teils aus Unsicherheit. Denn wenn man dieses cool-bekiffte Künstlerdasein mal genauer betrachtet, findet man unter all diesem Geflunker und Gefake einen jungen Mann, der Angst hat. Angst, nicht ‚echt‘ zu sein, gar kein Künstler, überhaupt keine eigene Identität zu haben, keinerlei Authentizität.

Authentizität. Manches erschließt sich mir nicht in ABSCHIED VON ATOCHA, aber doch, dass es genau darum geht: Bei sich zu sein, zu wissen, wer man ist, dazu zu stehen, und das auch auszudrücken, erst recht als Künstler. Oder eben nicht – so wie Adam. Im Gegensatz zu ihm wirken sämtliche anderen Figuren wahrhaftiger, sich ihrer selbst sicherer als er.

Als der Anschlag am Bahnhof von Atocha geschieht (schlagt das nach wenn ihr’s nicht mehr wisst, dieser Teil ist keine Fiktion), sieht es aus, als müsste Adam endlich Farbe bekennen und Position beziehen.

Ob er das tut oder nicht, könnt ihr selbst lesen, wenn ihr möchtet. Ihr solltet aber wissen, dass auch dieses Attentat aus dem Roman keinen handlungsgetriebenen Reißer macht, sondern dass es bei dem bleibt, was sich schon auf den ersten Seiten abzeichnet: Das Beobachten von Figuren. Introspektion. Sprache als untersuchter Gegenstand. Ein Zeit- und Generationenporträt. Sinnsuche. Selbstsuche.

Am Schluss schafft Ben Lerner dann den Kunstgriff, Adam’s scheinbar luftleere Persönlichkeit doch noch mit einem Hauch Identität zu füllen. Zumindest erwische ich mich dabei, dass ich in seinen Gedichten doch etwas sehe, das nicht gefaked sondern echt ist. Und in Adam entdecke ich angedeutetes Potential, jemand zu sein. Es ist klein, und vielleicht falle auch ich darauf herein, etwas Sinnloses automatisch mit Sinn zu füllen, aber da ist etwas.

Und wenn ihr ABSCHIED VON ATOCHA lest, dann kommt noch mal vorbei und diskutiert diesen Schluss mit mir aus. So ganz sicher fühle ich mich weder mit dem Roman noch mit der Bedeutung, die sich mir erschließt. Vielleicht ist genau das von Ben Lerner so gewollt: Dass ich denke, dass mehr daran ist, als ich sehen kann. Womit wir wieder bei Authentizität wären. Der Kreis schließt sich.

Fazit:

Ein amerikanischer Student wird durch ein Lyrik-Stipendium nach Madrid verschlagen. Von Zweifeln am eigenen Talent und der eigenen Authentizität durchtränkt, ist er ständig bemüht, beides vorzutäuschen. Zwischen Joints, Tabletten und Besäufnissen, zwischen Affären und Lesungen laviriert sich Adam durch den Anschein eines bedeutungsvollen Künstlerdaseins. Die politischen Ereignisse um den Anschlag auf die Bahnstation von Atocha zwingen ihn, Stellung zu beziehen. Oder doch nicht?

Ein kurzer, anspruchsvoller, nicht immer sympathischer Roman um Sprache, Authentizität, Missverständnisse und den Nebel der wahren  Bedeutung. So sehe ich das jedenfalls.

Bewertung:

6 von 10 Punkten

 

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Rezension: ‚Neverwhere‘ von Neil Gaiman

neverwhereTitel: ‚Neverwhere‘

dt. Titel: ‚Niemalsland‘

Autor: Neil Gaiman

Format: Hörspiel

Sprache: Englisch

Sprecher: Christopher Lee, James McAvoy, Natalie Dormer, David Harewood, Sophie Okonedo, Benedict Cumberbatch, Anthony Head u.a.

Anbieter: AudioGo Ltd

Erscheinungsdatum: 5. September 2013

Länge: 3 Std 48 min

Das Hörspiel gibt es als download bei audible.de, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis €12,95). Eine Hörprobe gibt es auf der Produktseite von audible (oder im Video unter dem Beitrag).

Beschreibung:

Richard Mayhew, ein in London lebender Schotte, hilft eines Abends auf der Straße einer verletzten jungen Frau, die sich ‚Door‘ nennt. Dieser Akt der Barmherzigkeit führt jedoch dazu, dass Richard sprichwörtlich aus ‚London Above‘ verschwindet und sich in ‚London Below‘ wiederfindet – einer mystisch-verrückten Parallelwelt, in deren U-Bahnstationen nicht nur die Warnung ‚Mind the gap!‘ eine ganz neue Bedeutung findet…

Richard traut seinen Augen nicht. Bei dem Versuch, sowohl der gejagten Door zu helfen, als auch einen Weg zurück nach ‚London Above‘ zu finden, trifft er auf Mörder, Heilige, Ritter, Monster – und sogar auf einen Engel. Namens Islington.

Zum Hörspiel:

NEVERWHERE ist eigentlich eine mehrteilige Fernsehserie, von Neil Gaiman 1996 für die BBC geschrieben. Im gleichen Jahr wandelte Gaiman die TV-Serie in einen Roman um. Wie er selbst sagt, gab ihm das die Möglichkeit, einzelne Elemente und Passagen auszuweiten und auszuschmücken – sein ‚director’s cut‘ in Buchform. 2005 folgte die Adaption in eine Comic-Reihe. 2013 schließlich wurde NEVERWHERE als 6-teiliges Radio-Hörspiel für die BBC produziert und ausgestrahlt.

Ebendieses Hörspiel ist das, worum es hier geht. Soweit, so gut.

Ohne Gaiman-Erfahrung sollte man sich nicht in dieses Abenteuer stürzen. Und auch nicht ohne wirklich gutes englisches Hörverständnis. Mein Glück, dass ich beides habe, als ich mich mit Richard ins ‚London Below‘ begebe! Dessen unterhaltsames und authentisches Schottisch bringt mich allerdings erstmal an meine Grenzen, und einhören ist gefragt.

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Rezension: ‚Breakfast at Tiffany’s‘ von Truman Capote

breakfast at tiffany'sTitel: ‚Breakfast at Tiffany’s‘

dt. Titel: ‚Frühstück bei Tiffany’s‘

Autor: Truman Capote

Sprache: Amerikanisch

Format: Hörbuch

Sprecher: Michael C. Hall

Anbieter: Audible, Inc.

erschienen: 11. Februar 2014

Länge: 2 Std 52 min (ungekürzt)

Das Hörbuch erhaltet ihr im Download bei audible.de, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo nur € 9,95 (regulärer Preis € 13,95). Auf der Produktseite von audible findet ihr auch eine Hörprobe.

Beschreibung:

Holly Golightly, 18 Jahre, schlägt sich auf New York’s Upper East Side der 50er Jahre durch, indem sie mit reichen Männern anbandelt und sie gleichermaßen um den Finger wickelt, wie sie sich von ihnen aushalten lässt. Leichtigkeit und Naivität paaren sich bei ihr mit Mut, Einfallsreichtum und einem für damalige Frauen gewagten Selbstbewusstsein. Der Erzähler – Holly’s Nachbar und erfolgloser Schriftsteller – erzählt voller Bewunderung und Staunen von diesem gleichermaßen zerbrechlichen wie flatterhaften Geschöpf und ihrem Dasein als ‚Society Girl‘.

Zum Hörbuch:

BREAKFAST AT TIFFANY’S, gelesen von Michael C. Hall? Spontane Assoziationen: Audrey Hepburn. Dexter. Moon River.  New York. George Peppard. Glitzernde Juwelen. Schwarz-weiß-Film auf dem Fernseher meiner Großmutter.

Ein paar davon teilt ihr vielleicht. Der Film von 1961 jedenfalls sagt jedem etwas. Hoffe ich. (Wenn nicht – zackzack ansehen, das gehört zum Allgemeinwissen!) Und dass der Hörbuchsprecher, Michael C. Hall, im TV den liebenswerten Serienkiller Dexter verkörpert, dürften auch viele von euch wissen.

Wenn man – so wie ich – Fan von beidem ist, den kurzen Roman von Truman Capote aus dem Jahr 1958 aber noch nie gelesen hat, führt dieses Hörbuch zu Erwartungen, Sorgen und Überraschungen. Ich jedenfalls erwarte, in dunkler, aus Kindertagen stammender Erinnerung an den Film, eine angestaubte Romanze mit einem kitschig-kratzigen Soundtrack und einer entzückenden Hauptfigur. Meine Sorgen richten sich auf Michael C. Hall: Kann er diesen Klassiker stemmen? Werde ich statt George Peppard im scharf geschnittenen 50er-Jahre Anzug nur Dexter Morgan mit Blutspritzern und Donuts-Box vor meinem inneren Auge sehen?

Und damit kommen wir schon zu den Überraschungen:

Von einer Romanze ist so gut wie nichts zu spüren. Wo ich eine Liebesgeschichte zwischen dem namenlosen Schriftsteller und Holly in Erinnerung hatte, spielt sich stattdessen ein Gesellschaftsportrait mit einer schillernden, kontroversen Frau als Zentrum ab. Klar, unser Schriftsteller verguckt sich heillos in die verführerische Holly, aber im Prinzip bleibt es bei der sehnsuchtsvollen Bewunderung.

Statt Romantik also zeittypische und zeitkritische Beschreibungen der Haupt- und Nebenfiguren. Dubiöse, glamouröse, abstoßende und auch warmherzige Menschen kreisen wie Meteoriten um Holly. Die erweist sich als wesentlich zweischneidiger und provokativer, als ich sie aus dem Film in Erinnerung habe. Von wegen ‚Reh‘ – diese Holly scheint sich nicht darum zu scheren, dass sie ein wandelnder Skandal im noch recht züchtigen New York der 50er ist. Männer dienen ihr offenbar nur als Geldgeber, und sie führt sie ganz schön an der Nase herum. Aber da ist auch Holly’s andere Seite: Das fragile, liebenswerte Mädchen auf der Suche nach Liebe, und nach sich selbst. Sie kommt erst im Verlauf der Geschichte zum Vorschein – genau wie ihre wahre Identität, die so manches erklärt und ihre versponnenen Träume in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Es ist die Figur der Holly Golightly, erstaunlich kontrovers und schillernd, die diese Geschichte ausmacht. Sie bleibt im Gedächtnis, und ich werde Audrey Hepburn’s Performance im berühmten Film beim nächsten Anschauen mit anderen Augen betrachten.

Zum Sprecher:

Ich hatte ja schon Sorgen. Michael C. Hall kannte ich bisher nur als Schauspieler: Als Beerdigungsunternehmer in Six Feet Under und als Serienkiller in Dexter. Beide Serien liebe ich, und ‚Dexter’s‘ voice over-Kommentare in dieser hart-weichen, kalt-warmen Stimme versprachen Potential, was Hörbücher angeht. Aber würde er auch einen amerikanischen Klassiker wuppen, der so gar nichts mit Mord und Totschlag zu tun hat? Würde ich beim Hören ständig Dexter vor Augen haben?

Die Sorgen waren unbegründet. Zu meiner großen Erleichterung und Freude erweist sich Michael C. Hall als echte Entdeckung. Man zieht überrascht die Augenbrauen hoch, wenn man Holly aus seinem Munde das erste Mal hört: säuselnd, Lolita-haft, mit Südstaaten-Einschlag, ebenso naiv wie keck. Das hat nichts mit dem guten Dexter zu tun! Ich habe sein Bild also schnell aus dem Kopf und genieße die Akkzentreiche Performance, das melodische Tempo und die geschulte, sehr gut verständliche Aussprache von Michael C. Hall. Ein kleiner, feiner Genuss.

Fazit:

Ein kleines Hörbuch-Juwel aus der Rige der amerikanischen Klassiker. Gelesen von einem tollen Schauspieler, der sich als Hörbuch-Talent beweist. Der kurze Zeitgeist-Roman von Truman Capote um eine denkwürdige, kapriziöse Frauenfigur erfreut mit Stil und interessanten Figuren. Luftig, aber deswegen nicht leicht, empfehle ich das Hörbuch gerne an drei Gruppen: Diejenigen, die den Film kennen, den Roman aber noch nicht gelesen haben. An Truman Capote-Liebhaber, die Breakfast at Tiffany’s schon kennen, aber noch nicht als englisches Hörbuch. Und an neugierige Dexter-Fans, die mal eine ganz andere Seite dieses Schauspielers kennen lernen möchten.

Knappe drei  Stunden Hörbuch-Genuß, leichtfüßige Bildung und unterhaltsamer Englisch-Unterricht. Was will man mehr?

Bewertung:

Geschichte: 9 von 10 Punkten

Sprecher: 10 von 10 Punkten

Rezension: ’12 Things To Do Before You Crash And Burn‘ von James Proimos

12 things to do before you crash and burnTitel: ’12 Things To Do Before You Crash And Burn‘

(Titel lautet auf Deutsch und im Original gleich!)

Autor: James Proimos

Sprache: Deutsch

Format: Hörbuch

Sprecher: Jens Wawrczeck

Anbieter: Audiolino OHG

erschienen: 4.12.2013

Länge: 1 Std 19 min (gekürzt)

Das Hörbuch gibt es im Download bei audible.de, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95. Eine Hörprobe findet ihr auf der Produktseite bei audible.

Beschreibung (audible):

Bei der Beerdigung seines Vaters sind Herc’s Abschiedsworte recht drastisch: „Er war ein Arschloch. Mein Vater war ein total vollkommenes Arschloch“. Er scheint mit der Situation überfordert, deswegen schickt ihn seine Mutter zu Onkel Anthony nach Baltimore. Der drückt ihm lapidar einen Zettel in die Hand mit Aufgaben für die nächsten zwölf Tage. Es sind merkwürdige Aufgaben wie „Setz dich unter einen Baum und lies ein Buch“, „Iss eine Mahlzeit mit einem Unbekannten“ oder „Geh zu fünf Bewerbungsgesprächen“.

Zwölf Tage und zwölf Aufgaben, die Hercules‘ Sicht auf das Leben drastisch verändern werden.

Zum Hörbuch:

Okay, ich geb’s zu: Ursprünglich habe ich mir das Hörbuch nur wegen Jens Wawrczeck runtergeladen. Seit der ‚Ismael‚-Reihe liebe ich diesen Sprecher. Nicht nur ich: Meine ganze Familie ist ein einziger Jens Wawrczeck-Fanclub. Und das ist uns überhaupt nicht peinlich.

Auch diesmal erzählt er das Ding so authentisch, witzig und pointiert, dass es eine helle Freude ist. Und wie sich rasch herausstellt: Die kurze Geschichte um ‚Herc‘ und seinen Besuch bei ‚Fettsack‘ Onkel Anthony ist auch noch richtig gut!

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