Rezension: ’12 Things To Do Before You Crash And Burn‘ von James Proimos

12 things to do before you crash and burnTitel: ’12 Things To Do Before You Crash And Burn‘

(Titel lautet auf Deutsch und im Original gleich!)

Autor: James Proimos

Sprache: Deutsch

Format: Hörbuch

Sprecher: Jens Wawrczeck

Anbieter: Audiolino OHG

erschienen: 4.12.2013

Länge: 1 Std 19 min (gekürzt)

Das Hörbuch gibt es im Download bei audible.de, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95. Eine Hörprobe findet ihr auf der Produktseite bei audible.

Beschreibung (audible):

Bei der Beerdigung seines Vaters sind Herc’s Abschiedsworte recht drastisch: „Er war ein Arschloch. Mein Vater war ein total vollkommenes Arschloch“. Er scheint mit der Situation überfordert, deswegen schickt ihn seine Mutter zu Onkel Anthony nach Baltimore. Der drückt ihm lapidar einen Zettel in die Hand mit Aufgaben für die nächsten zwölf Tage. Es sind merkwürdige Aufgaben wie „Setz dich unter einen Baum und lies ein Buch“, „Iss eine Mahlzeit mit einem Unbekannten“ oder „Geh zu fünf Bewerbungsgesprächen“.

Zwölf Tage und zwölf Aufgaben, die Hercules‘ Sicht auf das Leben drastisch verändern werden.

Zum Hörbuch:

Okay, ich geb’s zu: Ursprünglich habe ich mir das Hörbuch nur wegen Jens Wawrczeck runtergeladen. Seit der ‚Ismael‚-Reihe liebe ich diesen Sprecher. Nicht nur ich: Meine ganze Familie ist ein einziger Jens Wawrczeck-Fanclub. Und das ist uns überhaupt nicht peinlich.

Auch diesmal erzählt er das Ding so authentisch, witzig und pointiert, dass es eine helle Freude ist. Und wie sich rasch herausstellt: Die kurze Geschichte um ‚Herc‘ und seinen Besuch bei ‚Fettsack‘ Onkel Anthony ist auch noch richtig gut!

Die eine kurze Hörbuch-Stunde fliegt förmlich vorbei. Als ‚Roman‘ kann man dieses Häppchen nicht bezeichnen. Es ist eher eine novellenartige Aneinanderreihung von Anekdoten. Abgeteilt durch süffige E-Guitarren-Riffs. In Jugendsprache, direkt aus Herc’s Hirn, gespickt mit dem ein oder anderen Schimpfwort und viel Komik.

Nach Baltimore zu seinem XXL-Onkel verbannt, arbeitet der 16jährige die merkwürdige Liste seines Onkels ab, stößt auf eine Traumfrau und wird dabei ein Stück erwachsener. Nebenbei (das geschieht in schön waberig vertonten Traumsequenzen) macht er auch noch seinen Frieden mit dem kürzlich verstorbenen Vater und erfährt Unerwartetes über seinen Onkel.

Ganz so ‚drastisch‘, wie das im Klappentext behauptet wird, verändert das Herc nicht. Soooo tiefschürfend mutet es auch nicht an. Aber zwischen den Zeilen der amüsanten kleinen Geschichte kann man einen Hauch Holden Caulfield entdecken. Sozusagen ein mini ‚coming of age‘-Roman in gut verdaulichen Fragmenten. Leicht, ohne ein Leichtgewicht zu sein.

Das hat uns allen gefallen – einschließlich dem murrig-pubertären 15jährigen Herrn Sohn, der ‚eigentlich keinen Bock auf so einen Blödsinn‘ hatte. Eine besondere Auszeichnung!

Zum Sprecher:

Jens Wawrczeck rockt. Habt ihr was anderes erwartet?!

Fazit:

Geht flugs vorbei, bringt Humor mit und Ernst zwischen den Zeilen. Jugendlich geschrieben und bombastisch vorgetragen, erzählt 12 THINGS TO DO BEFORE YOU CRASH AND BURN ein bisschen vom Erwachsenwerden eines 16jährigen, der seinen gerade verstorbenen Vater nicht besonders leiden konnte. Das ist witziger, als man erwartet, frisch in locker aneinandergereihten Szenen dargeboten und alles in allem eine gut verbrachte Stunde Hörbuch, die ruhig etwas länger hätte sein können.

Leider gekürzt, daher Punktabzug. Ist doch eh‘ schon so kurz – was soll denn das?!

Bewertung:

Hörbuch: 9 von 10 Punkten

Sprecher: 10 von 10 Punkten

Den ziemlich coolen Blog des Kinder- und Jugenbuchautors (und Illustrators) James Proimos findet ihr unter: http://jamesproimos.blogspot.de/

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6 Gedanken zu “Rezension: ’12 Things To Do Before You Crash And Burn‘ von James Proimos

    • papercuts1 13. März 2014 / 22:52

      Oh! Danke für den Kommentar, das Lob und die elf Fragen! Wenn ich nächste Woche aus dem Urlaub zurück bin, werde ich sie gerne beantworten! 🙂
      LG

  1. danares 29. März 2014 / 14:10

    Moment mal, Jens Wawrczeck, das ist doch der zweite Detektiv… 🙂

    • papercuts1 29. März 2014 / 14:17

      Ganz genau! Peter Shaw himself. Ein absolut genialer Sprecher. Wenn du mal Hörbücher hörst (tust du das?), dann greif auf jeden Fall zu einem mit ihm. Besser geht’s nicht!

      • danares 29. März 2014 / 14:19

        Seit einiger Zeit bin ich für Hörbücher und Podcasts sehr zu haben. Daher: Das ist ein toller Tipp, vielen Dank!

      • papercuts1 29. März 2014 / 16:21

        Gern geschehen! 🙂

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