Rezension: ‚Der Distelfink‘ von Donna Tartt

der distelfink coverTitel: ‚Der Distelfink‘

Originaltitel: ‚The Goldfinch‘

Autorin: Donna Tartt

Sprache: Deutsch

Originalsprache: Englisch

Medium: Hörbuch

Sprecher: Matthias Koeberlin

Anbieter: Der Hörverlag

Erscheinungsdatum: 10.03.2014

Länge: 33 Std 25 min (ungekürzt)

Das Hörbuch ist als Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo nur € 9,95 (regulärer Preis €17,95). Auf der Produktseite von audible findet ihr auch eine Hörprobe.

Beschreibung (audible):

Es passiert, als Theo Decker dreizehn Jahre alt ist. An dem Tag, an dem er mit seiner Mutter ein New Yorker Museum besucht, verändert ein schreckliches Unglück sein Leben für immer. Er verliert sie unter tragischen Umständen und bleibt allein und auf sich gestellt zurück, sein Vater hat ihn schon lange im Stich gelassen. Theo versinkt in tiefer Trauer, die ihn lange nicht mehr loslässt. Auch das Gemälde, das seit dem fatalen Ereignis verbotenerweise in seinem Besitz ist und ihn an seine Mutter erinnert, kann ihm keinen Trost spenden. Ganz im Gegenteil: Mit jedem Jahr, das vergeht, kommt er immer weiter von seinem Weg ab und droht, in kriminelle Kreise abzurutschen. Und das Gemälde, das ihn auf merkwürdige Weise fasziniert, scheint ihn geradezu in eine Welt der Lügen und falschen Entscheidungen zu ziehen, in einen Sog, der ihn unaufhaltsam mit sich reißt.

Zum Hörbuch:

Was ist, wenn einer zufällig von einem Herzen besessen ist, dem nicht zu trauen ist? Wenn dein tiefstes Inneres dich singend zum Scheiterhaufen lockt, sollst du dich dann lieber abwenden, dir die Ohren mit Wachs verstopfen, den perversen Glanz ignorieren, von dem dein Herz dir zubrüllt? […] Oder ist es besser, dich – wie Boris – kopfüber und lachend in das heilige Wüten zu stürzen, das deinen Namen ruft?

Donna Tartt, Der Distelfink

Wo fängt man an, wenn eine Geschichte so episch, gewaltig und komplex ist wie ‚Der Distelfink‘? Wie kann ich euch einen Einstieg verschaffen in ein Hörbuch, das mich mitgerissen hat wie lange keins mehr?

Beginnen wir – der Einfachheit halber – am Anfang. Wir lernen Theo kennen, 13 Jahre alt, und seine Mutter. Die beiden verknüpft eine enge Bindung. Zart, exklusiv und beinahe symbiotisch wirkt die Beziehung zwischen Mutter und Sohn. Das Band zerreißt jäh bei einem Bombenanschlag auf ein New Yorker Museum. Theo’s Mutter stirbt, während Theo nur leicht verletzt (zumindest äußerlich) überlebt.

Das hört sich nach einem rasanten und schockierenden Einstieg in die Geschichte an. Schockierend ist es auch. Rasant – nein. Die Stunden und Tage nach der Explosion erleben der junge Theo und der Leser/Hörer als nicht enden wollendes Trauma. Es sind tatsächlich mehrere Stunden Hörbuch, in denen wir mit Theo im Schock zwischen den Trümmern knien und einem alten Mann beim qualvollen Sterben zusehen. Dem Mann, der Theo einen Ring und ein kleines Gemälde zuschiebt: den ‚Distelfink‘ des niederländischen Malers Fabritius.

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‚Anna Karenina‘ – Teil 5: Eine Hochzeit und ein Todesfall

Anna Kaernina dtvZusammen mit der lieben @Liedie40 lese ich Anna Karenina von Leo Tolstoi. Näheres dazu erfahrt ihr HIER. Verfolgen könnt ihr unser Vorankommen auf Twitter unter dem hashtag #TeamTolstoi. Außerdem ziehe ich nach jedem der 8 Teile, in die der Roman sich splittet, eine kurze Bilanz. 

Teil 5: Eine Hochzeit und ein Todesfall

Kitty und Lewins Hochzeit steht vor der Tür. Zuvor bringt der eigentlich nicht gläubige Lewin noch die erforderliche Beichte hinter sich. Nach einem kurzen Anfall von ‚kalten Füßen‘, und nachdem das fehlende Hemd für die Hochzeit doch noch auftaucht, findet erst die Verlobungs- und direkt im Anschluß die Trauungszeremonie statt. Danach brechen die Frischvermählten auf zu Lewins Landgut.

Wronski und Anna verweilen nach dreimonatiger Europareise in einer kleinen Stadt in Italien. Sie treffen dort einen alten Kameraden Wronskis, der sie mit einem Maler in Kontakt bringt. Er fertigt ein Portrait von Anna an. Wronski hat inzwischen selbst mit dem Malen begonnen, jedoch mit mäßigem Talent.

Lewin und Kitty sind nach drei Monaten Ehe im Alltag angekommen und haben erste Streitigkeiten überwunden. Sie erhalten Nachricht, dass Lewins Bruder Nikolai in einem Gasthof auf dem Weg nach Moskau im Sterben liegt. Gegen Lewins Willen besteht Kitty darauf, mit ihrem Mann dorthin zu fahren. Sie erweist sich als große Stütze für Lewin und pflegt Nikolai, bis dieser nach Tagen stirbt. Der anwesende Arzt stellt noch etwas fest: Kitty ist schwanger.

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Rezension: ‚Kindertotenlied‘ von Bernard Minier

KindertotenliedTitel: ‚Kindertotenlied‘ (Martin Servaz #2)

(Originaltitel: ‚Le Cercle‘)

Autor: Bernard Minier

Sprache: Deutsch (Originalsprache: Französisch)

Format: Hörbuch

Sprecher: Johannes Steck

Anbieter: Argon Verlag

Erscheinungsdatum: 20.02.2014

Länge: 18 Std 39 min (ungekürzt)

Das Hörbuch ist im Download erhältlich bei audible.de, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo nur € 9,95 (regulärer Preis €29,95) Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Beschreibung (audible):

Eine Professorin der Elite-Universität Marsac liegt ertrunken und grausam gefesselt in der Badewanne. In ihrem Rachen steckt eine Taschenlampe. Ohrenbetäubende Musik von Gustav Mahler schallt durch die Nacht. Kindertotenlieder. Beklemmung macht sich in Kommissar Martin Servaz breit. Ist Mahler doch der Lieblingskomponist des hochintelligenten und seit Monaten flüchtigen Serienmörders Julian Hirtmann. Hauptverdächtig ist jedoch ein Student: ausgerechnet der Sohn von Servaz‘ Jugendliebe. Für den Kommissar beginnt eine Reise in die Vergangenheit.

Zum Hörbuch:

Salut, Servaz! Auf das Wiedersehen mit Commissaire Martin Servaz habe ich mich gefreut, seit ich vor 2 Jahren Schwarzer Schmetterling gehört habe – einen düsteren, breit angelegten Pyrenäen-Krimi, in dem der kernige Ermittler seinen Einstand gab.

Da ist er also wieder, und es ist schön, dass sich die Geschichte außer um die Morde vor allem um Servaz selbst dreht. Ich liebe Buchreihen, in denen die Hauptfiguren nach und nach an Dreidimensionalität gewinnen; wo man zuerst nur neugierig machende Andeutungen bekommt und dann von Band zu Band immer mehr über die Geschichte und den Charakter der ‚Helden‘ erfährt.

Wir wissen schon aus dem 1. Band, dass Servaz ein Typ mit Ecken und Kanten ist. In Kindertotenlied arbeitet Minier die noch deutlicher heraus, geschickt verwoben mit den Nachwehen und offenen Rechnungen aus Schwarzer Schmetterling.

Es gibt tiefgreifende Einblicke in die Vergangenheit des Kommissars. Wir lernen alte Freunde und vor allem alte Liebschaften kennen und erfahren, welche Gefühle der damit verknüpfte Fall in Servaz wieder ans Licht zerrt. Das ist gut – das macht Martin verwundbar, angreifbar und verstrickt ihn ganz persönlich in die Ermittlungen. Nichts ist besser, als ein Ermittler, der plötzlich selbst zur Zielscheibe wird – emotional wie buchstäblich.

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#Lesefreude-Verlosung: Die Gewinner!

Blogger schenken Lesefreude 2014 Banner

Anläßlich des ‚Welttags des Buches‘ habe ich gerne bei der ‚Blogger schenken Lesefreude‘-Aktion mitgemacht. Eins von vier Büchern konntet ihr bei mir gewinnen. Jetzt ist es so weit: Die Gewinner sind ausgelost!

Da sich so viele beteiligt haben (65 Teilnehmer!), habe ich statt Zettel-Ziehen den True Random Number Generator von random.org für die Auslosung benutzt. Und der hat folgende Gewinner ausgespuckt:

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