Rezension: ‚Still‘ foolin‘ ‚em‘ von Billy Crystal

still foolin emTitel: ‚Still foolin‘ ‚em – Where I’ve been, where I’m going, and where the hell are my keys‘

auf Deutsch erschienen im Ullstein Verlag unter dem Titel: ’65. Wo komm‘ ich her, wo geh‘ ich hin, und wo, verdammt noch mal, sind meine Schlüssel‘

Autor: Billy Crystal

Sprache: Amerikanisch

Format: Hörbuch

Sprecher: Billy Crystal

Anbieter: Macmillan Audio

erschienen: 10. September 2013

Länge: 8 Std 6 min (ungekürzt)

Das Hörbuch ist im Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis € 19,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Beschreibung (Ullstein):

Pointenreich und voller Selbstironie schildert Billy Crystal, einer der bekanntesten Komödianten der Welt, seine Erfahrungen mit dem Altwerden und blickt zurück auf seine Karriere. Billy Crystal wird 65. Toll findet er das nicht, denn irgendwie lässt sich das Alter nun nicht mehr leugnen. Absurde Gebrechen drängen in sein Leben, etwa Schlaflosigkeit und Erinnerungslücken. Sachen lösen sich förmlich in Luft auf, und immer häufiger verlässt er den Esstisch mit vollgekleckertem Hemd … Der einzige Trost: Er ist nicht allein – sein Schicksal teilen Millionen anderer Männer. Und: Sein Leben hat ihm jede Menge großartiger Momente beschert, an die er sich in seinem Buch gerne erinnert: seine Karriere als Standup- Comedian, eine Affäre mit Sophia Loren und eine Freundschaft mit Mohammed Ali, legendäre Auftritte in »Saturday Night Live« und Hollywoodfilmen wie »Harry und Sally«. Das Leben als Senior indes hält ganz andere Herausforderungen bereit: denn wo, verdammt, sind schon wieder die Schlüssel?

Zum Hörbuch:

‚At sixty-five, when you go out to eat and tell the family that dinner is on you, you mean it literally. It’s on your chin, on your shirts, on your pants. You’re usually wearing more than you ate.‘
Billy Crystal, ‚Still foolin‘ ‚em‘

Wer Billy Crystal ist, muss ich euch hoffentlich nicht erklären. Der Film ‚Harry und Sally‘ mit dem Salat-Orgasmus sagt euch etwas? Der Typ, der jahrelang aus den langweiligsten Oscar-Verleihungen als Gastgeber eine zum Brüllen komische Comedy-Veranstaltung gemacht hat? Genau der ist nämlich 65 geworden. Und hat aus diesem Anlass einen hoch unterhaltsamen Mix aus Autobiographie und Comedy über sein Leben und die Tücken des Älterwerdens geschrieben. Und es sich nicht nehmen lassen, auch selbst die Hörbuchversion einzulesen, teil sogar vor Livepublikum aufgenommen.

Schon der Beginn ist unschlagbar:

‚March 14, 2013, my sixty-fifth birthday. I got up that morning, padded over to the bathroom, threw some water on my face, looked in the mirror, and my uncle Al was staring back at me.‘

Wenn Billy Crystal das selbst mit fassungsloser Resignation vor einem in lautes Lachen ausbrechenden Publikum sagt, glaubt mir – ihr lacht unwillkürlich mit. Ebenfalls laut.
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Rezension: ‚The Three‘ von Sarah Lotz

the threeTitel: ‚The Three‘

(erscheint am 11. August 2014 auf Deutsch unter dem Titel: ‚Die Drei: Thriller‘)

Autorin: Sarah Lotz

Sprache: Englisch

Format: Hörbuch

Sprecher: Melanie McHugh, Michael Wincott

Anbieter: Hodder & Stoughton

erschienen: 22. Mai 2014

Länge: 13 Std 58 min (ungekürzt)

Das Hörbuch ist im Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis € 17,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (amazon):

Der Tag, an dem es passiert, geht als „Schwarzer Donnerstag“ in die Geschichte ein. Der Tag, an dem vier Passagierflugzeuge abstürzen, innerhalb weniger Stunden, an vier unterschiedlichen Orten. Es gibt nur vier Überlebende. Drei davon sind Kinder, die fast unverletzt aus den Flugzeugwracks steigen. Die vierte ist Pamela May Donald, die gerade noch so lange lebt, dass sie eine Nachricht auf ihrem Handy hinterlassen kann. Eine Nachricht, die die Welt verändern wird. Eine Nachricht, die eine Warnung ist …

Zum Hörbuch:

Über The Three kann man eigentlich kaum etwas verraten, ohne schon zu viel zu verraten. Man sollte allerdings wissen, was diese ungewöhnliche Mystery-Geschichte NICHT ist, sonst hat man falsche Erwartungen und ist am Ende enttäuscht.

The Three ist KEINE Horrorgeschichte. Das heißt jetzt nicht, dass es einen nicht schaudert. Tatsächlich durchzieht die ganze Geschichte ein Gefühl von Unwohlsein, von leiser Paranoia, von demselben Gefühl, das mehrere der Figuren furchtbar plagt: Das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Doch anhand der Inhaltsangabe könnte man Monster erwarten, abgedrehte, schauderhafte Ereignisse, eine laserzuckende Alien-Attacke oder eine saftige Geisterstunde. Sorry, aber all das ist The Three nicht. Das Grausen ist hier ganz subtil, die Angst steckt im völlig Normalen, kommt aus den eigenen Vorstellungen gekrochen, und lange, sehr lange Zeit muss man sich fragen, ob es überhaupt einen Grund gibt für diese Angst.

Das macht Sarah Lotz sehr geschickt. Der erste Clou ist, dass The Three durch seinen Mix an Zeugenaussagen, Emails, Instant Messager-Dialogen, Pathologieberichten etc. absolut authentisch wirkt. Tatsächlich ist das Ganze ein Buch im Buch: The Three besteht fast komplett aus den Kapiteln eines (fiktiven) Buches einer investigativen Journalistin über die Flugzeugabstürze und die drei überlebenden Kinder. Es ist eine umfassende und pedantische Recherche, die uns von Beginn an an die fiebrige Frage fesselt, was zur Hölle denn da passiert ist – und was nicht.

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