‚Best of 2014‘: TV-Serien

Ja, ich weiß. Das hier ist ein Buchblog. Aber auch ich lege ab und an mal den Lesestoff an die Seite und gönne mir eine gute TV-Serie. Das passiert dann meist anfallsartig, per DVD oder Stream und hat mit deutschem Fernsehen in der Regel nichts zu tun (außer, es ist ein ‚Polizeiruf‘ mit Sascha Bukow). Die besten Serien werden nunmal einfach vom amerikanischen Pay-TV und der guten alten britischen BBC gemacht. Womit sich, zumindest in einem Fall, der Kreis zur Literatur wieder schließt.

Hier sind sind meine Top 5 TV-Serien:

5. Platz

Game of Thrones

Die Umsetzung der epischen Fantasy-Saga von Autor George R.R. Martin ist einer der seltenen Fälle, in denen mir die Verfilmung besser gefällt als die Bücher. Während die Vorlagen sich von Band zu Band immer mehr zerfasern zwischen den vielen Erzählperspektiven, Schauplätzen, Geschichten und Königshäusern, komprimiert die von HBO produzierte Serie die Handlung zu einer packenden, düster schillernden Mittelalter-Fantasy mit hochkarätigen Schauspielern und Cinematographie von Kinoformat. Dass die Serie bei mir ’nur‘ auf Platz 5 landet, liegt an dem allmählich zum Selbstzweck werdenden und grausamen Niedermähen geliebter Hauptfiguren, für das George R.R. Martin inzwischen berüchtigt ist.

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Rezension: Bird Box von Josh Malerman

Josh Malerman_Bird Box_175Titel: Bird Box
dt. Titel: Bird Box (erscheint am 16. März 2015 im Penhaligon Verlag)
Autor: Josh Malerman
Sprache: Amerikanisch
Sprecherin: Katharine Mangold
Format: Hörbuch
Anbieter: Harper Collins
erschienen: 27. März 2014
Länge: 07 Std. 51 Min.

Das Hörbuch ist als Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 ( regulärer Preis € 16,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (audible):

Most people ignored the outrageous reports on the news. But they became too frequent, they became too real. And soon, they began happening down the street. Then the Internet died. The television and radio went silent. The phones stopped ringing. And we couldn’t look outside anymore.

Malorie raises the children the only way she can; indoors. The house is quiet. The doors are locked, the curtains are closed, mattresses are nailed over the windows. They are out there. She might let them in. The children sleep in the bedroom across the hall. Soon she will have to wake them. Soon she will have to blindfold them. Today they must leave the house. Today they will risk everything.

Zum Hörbuch:

Die Idee ist einfach und genial: Scheinbar grundlos attackieren Menschen mit plötzlicher Gewalt ihr Umfeld und bringen sich dann selbst um, auf grausigste Art und Weise, teils mit den eigenen Händen. Schnell kommt das Gerücht auf, dass sie irgendetwas gesehen haben. Aber was? Aus Angst verschanzen sich die Menschen in ihren Häusern, verhängen die Fenster und wagen sich – wenn überhaupt – nur noch mit verbundenen Augen vor die Tür.

Das ist die Welt, in der wir Malorie und ihre beiden 4jährigen Kinder vorfinden. Wir begleiten sie auf dem lebensgefährlichen Weg nach draußen, an einen vermeintlich sicheren Ort, die Augen verbunden, sich nur auf das trainierte Gehör der Kinder verlassend. Im Wechsel erfahren wir rückblickend, was in den letzten vier Jahren geschah: Die ersten Todesfälle, der Zusammenbruch der Gesellschaft, Malorie’s Schwangerschaft, ihr Zusammenleben mit einer Gruppe Überlebender, deren Zerfall.
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Best of 2014: Bücher (Print/eBooks)

Ihr wisst ja, dass ich mehr Bücher höre als lese, da ich selten die Zeit habe, mich mit einem Buch hinzusetzen. Dennoch sind 2014 auch einige gedruckte Bücher und eBooks bei mir zusammengekommen. Erschreckt muss ich feststellen, dass ich gerade diese Bücher nicht auf dem Blog rezensiert habe. Das liegt vor allem daran, dass es häufig Urlaubslektüren waren, und im Urlaub fasse ich meinen Laptop nur im Notfall an – wenn ich ihn überhaupt dabei habe.

Trotzdem: Das waren – auf Deutsch und Englisch – meine fünf Lieblingsbücher des Jahres 2014:

Platz 5:

Nick Cutter_The Troop

The Troop (Das Camp) von Nick Cutter

Das habe ich während der Karnevalsflucht in einem Hotel in der Eifel innerhalb eines Tages verschlungen! Es ist gruselig und wirklich eklig, wie sich eine Truppe Pfadfinder auf einer abgelegenen Insel in allesfressende Irre verwandeln, infiziert von … etwas. Trotz klischeehafter Figuren (Nerd, Sportler, Freak etc.) und einer gewissen Vorhersehbarkeit ist das eine fesselnde Horrorgeschichte zum schnellen Runterlesen. Für mich genau die richtige Urlaubslektüre!
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Rezension: ‚Six Degrees of Assassination‘ of M.J. Arlidge

six degrees of assassination_175Titel: Six Degrees of Assassination
Autor: M.J. Arlidge
Format: Hörspiel
Sprache: Englisch
Sprecher: Andrew Scott, Freema Agyeman, Hermione Norris, Clive Mantle, Clare Grogan, Geraldine Somerville, Julian Rhind-Tutt
erschienen: 24.11.2014
Anbieter: Audible Studios
Länge: 04 Std. 48 Min. (ungekürzt)

Das Hörspiel ist als Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis € 24,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (audible):

On a sullen, cloudy July day ten years since 7/7, the happy, confident and optimistic British Prime Minister is visiting a charity in East London. It’s just two months after the general election which saw John Campbell’s government returned to power with a clear majority, the economy is on the mend and the coalition is fast becoming a bad memory. Suddenly, a man appears out of the crowd and shoots him three times in the chest.

Step forward Alex Cartwright (Andrew Scott), MI5 Chief Counter Terrorism Officer who must find out the truth. But it’s easier said than done, as he discovers that whoever ordered the assassination has covered their tracks very well indeed. Along with Ellen Townsend, his trusted second-in-command, Cartwright finds himself embroiled in a race against time which leads him into the murky heart of Westminster…and beyond.

Zum Hörspiel:

Andrew ‚Moriarty‘ Scott aus Sherlock als MI5-Agent in einem englischen Hörspiel? Musste sofort auf meinen iPod. Nach Glashaus war ich sowieso angefixt, was Hörspiele angeht. Und ich werde nicht enttäuscht: Six Degrees of Assassination ist einfach klasse.

Die Story ist eine Mischung aus ’24‘ und ‚James Bond‘. Ganz klassisch muss England zu Beginn ein Attentat auf den Premierminister wegstecken, und bei der Suche nach dem Täter wird rasch klar, dass es nicht die Einzeltat eines Verrückten gewesen ist. Mit jedem weiteren Verdächtigen werden die Ausmaße komplexer, es geht über die Landesgrenzen hinaus, wieder zurück ins Vereinigte Königreich und wird schließlich persönlich.

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Buchsaiten Blogparade 2014

BuchSaiten-Jahresabschluss

Die liebe Katrin vom BuchSaiten-Blog veranstaltet wieder ihre alljährliche Blogparade. Was das ist und wie man mitmachen kann, findet ihr HIER. Ich bin jedenfalls gerne mal wieder mit dabei und beantworte Katrins Jahresabschluss-Fragen:

* Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat?

Die Ordnung der Sterne über ComoIch wähle meine Bücher in der Regel gut aus, und deswegen verspreche ich mir eigentlich immer viel von ihnen. Da kommt also nur ein geschenktes Buch in Frage: Mein Mann hatte mich mit ‚Die Ordnung der Sterne über Como‘ von Monika Zeiner beglückt. Schon der Titel hörte sich sperrig an, die ersten Seiten enthüllten Bandwurmsätze von höchstem sprachlichem Anspruch. Statt aber anstrengend zu werden, zog mich der Roman über eine Dreiecksbeziehung in den Bann und überwältigte mich stellenweise mit seiner linguistischen Schönheit.

 

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Rezension: Foxglove Summer (Peter Grant #5) von Ben Aaronovitch

Foxglove Summer Ben AaronovitchTitel: Foxglove Summer (Peter Grant #5)
Autor: Ben Aaronovitch
Sprache: Englisch
Sprecher: Kobna Holdbrook-Smith
Anbieter: Orion Publishing Group
erschienen: 13.11.2014
Länge: 10 Std. 45 Min. (ungekürzt)

Dieses Hörbuch ist im Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis € 31,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (audible):

In the fifth of his bestselling series Ben Aaronovitch takes Peter Grant out of whatever comfort zone he might have found and takes him out of London – to a small village in Herefordshire where the local police are reluctant to admit that there might be a supernatural element to the disappearance of some local children. But while you can take the London copper out of London you can’t take the London out of the copper.

Zum Hörbuch:

Also, ich weiß nicht. Ich liebe ja die Peter Grant-Serie, aber irgendwas stimmt mit diesem Teil der Reihe nicht.

Es fängt schon damit an, dass dieser fünfte Teil NICHT in London spielt. Damit fällt sozusagen eine Hauptfigur weg, denn England’s Hauptstadt gehört mit zum Herzen der Reihe. Aaronovitch könnte nun damit kokettieren. Im Klappentext heißt es ja auch ‚you can’t take the London out of the copper‘. Peter bewegt sich auch beharrlich nach Londoner Constable-Manier durch den Fall, aber sein Clash mit dem Landleben führt nicht zu der Komik oder den Grant’schen Verzweiflungsanfällen, wie ich sie erwartet hatte.

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‚Best of 2014‘: deutsche Hörbücher

Tja. Da ich tatsächlich überwiegend englische Hörbücher gehört habe, ist die Auswahl im Bereich ‚deutsche Hörbücher‘ nicht sehr groß. Es gibt daher nur eine Top 3 – die hat es dafür aber in sich!

Platz 3:

Glashaus_175Glashaus – Die komplette 1. Staffel von Christian Gailus

In Ordnung. ‚Glashaus‘ ist kein Hörbuch, sondern ein Hörspiel. Aber der verschachtelte und komplexe Cybercrime-Thriller ist so gut gemacht, dass er  kurz vor Jahresschluss noch auf’s Treppchen geschossen ist. Die Geschichte hat ein paar Schwächen und hört mit einem gemeinen Cliffhanger auf, aber hörspieltechnisch ist das großes Kino: Top-Sprecher wie Stefan Kaminski, Uve Teschner, Erich Räuker und – in der Hauptrolle – ‚Tatort‘-Schauspieler Dominic Raacke machen einen klasse Job, dazu eine tolle Geräuschkulisse mit Pistolenschüssen, Reifenquietschen und viel Keyboardgeklacker sowie passende Musik. Das macht ganz einfach Spaß!

Eignet sich als Geschenk für: Computer-Nerds, Tatort-Gucker und Ex-Kassettenkinder

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Best of 2014: englische Hörbücher

Überall diese Jahresendzeit-Postings, Bestenlisten, Geschenketipps zu Weihnachten… Es ist ansteckend, also bekommt ihr hier jetzt auch meine ‚best of‘. Fangen wir mit meinen Lieblingen an: den englischen Hörbüchern.

Das sind meine Top 5:

Platz 5:

Michael Cunningham_The Snow Queen

Nur wenige können Traurigkeit und Weltschmerz in so schöne Worte verpacken wie Michael Cunningham. Seine Romane haben zwar wenig Handlung, aber dafür waten die Figuren in ihrem Inneren durch eine lodernde Trümmerlandschaft. So auch in ‚The Snow Queen‘, das sich mit Tod, Sucht, Liebe, Kunst und dem Sinn (oder der Sinnlosigkeit?) des Lebens befasst. Vielleicht nicht der beste Roman von Cunningham, dafür wird er aber wundervoll gelesen von Schauspielerin Claire Danes (‚Homeland‘).

Eignet sich als Geschenk für: Melancholiker, Sinnsucher und Sprachverliebte

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Neues auf dem Audible Blog: ‚Breakfast At Tiffany’s‘ von Truman Capote

breakfast at tiffany'sAuf dem hoerbuecher-blog von Audible stelle ich euch im Dezember einen amerikanischen Klassiker vor, den ein allseits bekannter TV-Serienkiller neu eingelesen hat: ‚Breakfast At Tiffany’s‘, die Novelle von Truman Capote, gelesen von Michael C. Hall (‚Dexter‘).

Passt – zusammen mit dem schönen alten Audrey Hepburn-Film – perfekt in die Vorweihnachtszeit.

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Rezension: ‚The Boy Who Drew Monsters‘ von Keith Donohue

Keith Donohue_The boy who drew monsters_175
Titel: The Boy Who Drew Monsters
Autor: Keith Donohue
Sprache: Amerikanisch
Medium: Hörbuch
Sprecher: Bronson Pinchot
Anbieter: Blackstone Audio
erschienen: 13.10.2014
Länge: 09 Std. 53 Min.

Das Hörbuch ist im Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis € 21,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhaltsangabe (audible):

Ever since he nearly drowned in the ocean three years earlier, 10-year-old Jack Peter Keenan has been deathly afraid to venture outdoors. Refusing to leave his home in a small coastal town in Maine, Jack Peter spends his time drawing monsters. When those drawings take on a life of their own, no one is safe from the terror they inspire. His mother, Holly, begins to hear strange sounds in the night coming from the ocean, and she seeks answers from the local Catholic priest and his Japanese housekeeper, who fill her head with stories of shipwrecks and ghosts. His father, Tim, wanders the beach, frantically searching for a strange apparition running wild in the dunes. And the boy’s only friend, Nick, becomes helplessly entangled in the eerie power of the drawings. While those around Jack Peter are haunted by what they think they see, only he knows the truth behind the frightful occurrences as the outside world encroaches upon them all.

Zum Hörbuch:

Das war mein Halloween-Hörbuch 2014. Bisschen was zum Gruseln, dachte ich. Durfte auch ruhig klassischer Grusel sein, bei dem es mehr um die eigene Vorstellungskraft geht als um tatsächliche Monster. So wurde The Boy Who Drew Monsters auch bezeichnet: Als gothic novel, als Schauergeschichte.

Gut, das stimmt im Grunde. Der Horror fällt hier nicht mit der Tür ins Haus. Und das Setting ist klassisch. Wir haben da diesen merkwürdigen Jungen, Jack, und seine Familie, im tief verschneiten Winter, in einem abgelegenen Haus im Wald an der Küste von Maine. Bei Jack’s Mutter, Holly, fängt das Grausen mit Geräuschen an: Kratzen, Scharren an der Hauswand und in Schubladen, durchaus erklärbar durch Mäuse und Wildtiere. Bei Jack’s Vater Tim ist es etwas, das zwischen den Bäumen und Dünen herumhuscht. Könnte ebenfalls ein Tier sein. Und Jack’s einziger Freund Nick schaudert es vor den Monsterfiguren, die Jack pausenlos zu Papier bringt.

Dieser subtil gruselige Anfang ist klasse. Man fühlt sich an die Gespenstergeschichten erinnert, die im Ferienlager von Schlafsack zu Schlafsack geflüstert wurden, bis einem die Haare wohlig hysterisch zu Berge standen. Es spitzt sich noch zu, als wir zum ersten Mal das ‚Monster‘, um das es hier geht, zu Gesicht bekommen und sofort an das Schiffsunglück denken, von dem Haushälterin mit dem milchigen, blinden Auge erzählt. Gedanken an wandelnde Wasserleichen à la ‚Fluch der Karibik‘ schießen in den Kopf.
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