Neues auf dem Audible Blog: ‚Six Degrees Of Assassination‘ von M.J. Arlidge

six degrees of assassination_175Auf dem hoerbuecher-blog von Audible stelle ich euch diesmal kein Hörbuch vor, sondern ein HörSPIEL: ‚Six Degrees Of Assassination‘ von Thriller-Autor M.J. Arlidge.

U.a. mit den Stimmen von ‚Moriarty‘ Andrew Scott und Agye Freeman aus ‚Dr Who‘.

Hier geht’s direkt zur Rezension!

Rezension: ‚The Deep‘ von Nick Cutter

The Deep Nick Cutter Corey BrillTitel: The Deep
Autor: Nick Cutter
Sprache: Amerikanisches Englisch
Format: Hörbuch
Sprecher: Corey Brill
Anbieter: Simon & Schuster Audio
erschienen: 13.01.2015
Länge: 12 Std. 30 Min.

Das Hörbuch ist als Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis € 20,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhalt (audible):

A strange plague called the „Gets“ is decimating humanity on a global scale. It causes people to forget – small things at first, like where they left their keys… then the not-so-small things like how to drive, or the letters of the alphabet. Then their bodies forget how to function involuntarily – and there is no cure. But now, far below the surface of the Pacific Ocean, deep in the Marianas Trench, an heretofore unknown substance hailed as „ambrosia“ has been discovered – a universal healer, from initial reports. It may just be the key to a universal cure. In order to study this phenomenon, a special research lab, the Trieste, has been built eight miles under the sea’s surface. But now the station is incommunicado, and it’s up to a brave few to descend through the lightless fathoms in hopes of unraveling the mysteries lurking at those crushing depths – and perhaps to encounter an evil blacker than anything one could possibly imagine.

Zum Hörbuch:

Wohlig weggeekelt hatte ich mich ja schon letztes Jahr, bei Nick Cutter’s THE TROOP. Ich weiß also, was mich erwartet, als ich mit THE DEEP beginne, das als Mischung von ‚The Abyss‘ und Stephen King’s SHINING angepriesen wird. Ich weiß, hier gibt es keinen angedeuteten, subtilen Horror, der vor allem in meiner Fantasie entsteht; hier gibt es handfeste Ekelwesen, vermutlich schauderhaftes Getier und plastisches, detailliert beschriebenes Grauen.

Ich habe Recht.

Erst medizinischer Endzeit-Thriller…

Allerdings noch nicht zu Beginn. THE DEEP unterscheidet sich zunächst erstaunlich von seinem Vorgänger. Es kommt erstmal als Endzeit-Roman daher, denn die Menschheit wird zu einem wachsenden Anteil von einer Erkrankung dezimiert, die sich ‚The Gets‘ nennt und sich im Prinzip als eine Kombination aus Aussatz und Alzheimer manifestiert: Nach einem merkwürdigen Ausschlag vergessen die Betroffenen alles – am Ende sogar, wie man schluckt und atmet.

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Audie Awards 2015: Das sind die nominierten Hörbücher! (Teil 1)

Der Audies sind in den USA für Hörbuchsprecher das, was die Oscars für Schauspieler sind – die wichtigste Auszeichnung überhaupt!
Seit 1996 verleiht die Audio Publishers Association den Preis jährlich, meist während der BookExpo America (das ist sowas wie die Frankfurter Buchmesse, nur in New York… ;-))

Um die Sprecher geht’s!

Der Award wird in vielen verschiedenen Kategorien vergeben, die immer mal wechseln. Oft kommt verspätet noch ein ‚Special Award‘ hinzu. Die meisten Kategorien heben die Performance der Sprecher in den Vordergrund, bei manchen geht es um die Produktion oder um die Aufmachung des Hörbuchs. Die Autoren können sich natürlich mit im Ruhm der Auszeichnung sonnen, aber hauptsächlich – und das finde ich wundervoll – geht es vor allem um die Sprecher und ihre Kunst des Vorlesens. Die stehen ja allzu oft im Schatten der Schriftsteller, obwohl mit ihrer Leistung das Hörbuch steht und fällt.

In diesem Jahr gibt es 30 unterschiedliche Kategorien mit je 5 bis 6 Nominierten. Die jeweiligen Gewinner werden dann Ende Mai in New York gekührt. Es freut mich sehr, dass einige Titel dabei sind, die ich schon gehört (und geliebt) habe. Aus meinen Geheimtipps haben sich ein paar echte Champions gemausert!

Meine Favoriten

Zu einigen der Kategorien gebe ich außerdem meinen persönlichen Gewinner-Tipp ab. Ihr erkennt sie am eingefügten Cover (Klick auf’s Cover führt zur Rezension).

Weil der Artikel sonst zu lang wird, teile ich ihn auf. Morgen geht’s weiter.

AND THE NOMINEES ARE…: (Teil 1)

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Rezension: ‚M: Ein Tabor Süden Roman‘ von Friedrich Ani

11Titel: M – Ein Tabor Süden Roman
Autor: Friedrich Ani
Sprache: Deutsch
Format: Hardcover
Verlag: Droemer-Knaur
erschienen: 1. Oktober 2013
Länge: 368 Seiten

Inhaltsangabe:

»Er war irgendwie anders in letzter Zeit.« Mit diesen Worten beauftragt die Redakteurin Mia Bischof die Detektei Liebergesell, nach ihrem vermissten Freund zu suchen. Süden und seine Kollegen kommt die Frau von Anfang an seltsam vor. Sie sehen sich in ihrem unguten Gefühl bestätigt, als irritierende Hinweise im Arbeitsumfeld des Vermissten auftauchen. Er habe Kontakt zu Neonazis, heißt es. Doch Mia bestreitet das vehement. Süden schiebt seine persönlichen Bedenken beiseite – bis seine Kollegen in höchste Gefahr geraten und er um ihr Leben fürchten muss.

Zum Buch

Ex-Polizist und Privatdetektiv Tabor Süden hatte die Ehre, mich durch den Jahreswechsel zu begleiten. ‚M‘ ist der neueste und 19. Band der Krimi-Reihe vom Münchner Autor Friedrich Ani, und für mich war es die erste Begegnung mit dem Detektiv. Mein Mann hatte mir das Buch geschenkt, und obwohl ich Serien normalerweise am Start beginne, kam es diesmal nicht in Frage. Für 18 Vorgänger-Bände müsste ich zu viel anderes Lesenswertes an die Seite legen.

Ich brauche ein bisschen, bis ich im Buch drin bin. Das liegt aber, glaube ich, nicht daran, dass ich die Vorgeschichten der Figuren nicht kenne. Ani charakterisiert sehr vorzüglich, und schnell hat man den Eindruck, die Angestellten der Detektei Liebergesell als Menschentypen gut einordnen zu können. Tabor Süden ist der Einzige, der etwas kryptisch bleibt, aber das gehört scheinbar mit zu dieser Figur.

Verwirrende Perspektivwechsel

Was mich beim Lesen immer wieder stört, sind die Perspektivwechsel, bei denen man meist einen ganzen Paragraphen braucht, um zu wissen, wer jetzt ’sie‘ oder ‚er‘ ist, um wen es also geht. Ich verstehe nicht, warum das so sein muss, warum Ani nicht direkt Namen benutzt. Ist für mich nur stilistische Spielerei und unnötig. Ärgert mich regelrecht.

Braunes Gesocks aus gutem Hause

Ansonsten ärgert mich allerdings wenig. Okay, es ist keine rasante Geschichte. Allmählich wühlt sich der langhaarige, lederbehoste Süden mit seiner Undurchdringlichkeit und seinen Fragezeichen-losen Fragen durch den Fall, mit wachsendem Entsetzen über den braunen Sumpf, in dem er dabei versinkt. Wer mal etwas lesen möchte über Neo-Nazis, die NICHT glatzköpfig und mit hohlen Sprüchen gröhlend schon aus 3km Entfernung zu erkennen sind, sondern über viel subtilere, ‚intelligentere‘ Rechtspopulisten, die NICHT aus einfachen sozialen Verhältnissen stammen, der kann hier mit mir Gänsehaut bekommen. Dass Menschen mit Bildung, liberalen Jobs und ‚gutem Hause‘ nationalsozialistisches Denken als Grundüberzeugung kultivieren, ist schon schockierend. Und dass man aufgrund ihres Status nicht an sie herankommt, und weil die Ermittlungsbehörden sich gegenseitig im Weg stehen oder sogar mit zu diesem Sumpf gehören, macht einen beklommen.

Parallel zu diesem Handlungsstrang packt ‚M‘ mit einer Kidnapping-Geschichte, die mir richtig an die Nieren geht. Mütter, die Kinder verlieren – das macht mich fertig und tut es auch hier. Weshalb mir Edith Liebergesell auch lange vor Tabor Süden ans Herz wächst. Ich leide mit ihr. Und trauere mit der Detektei um eine rasch liebgewonnene Figur, die auf der Strecke bleibt. Wenn mich das schon so mitnimmt, wie geht das erst langjährigen Fans?

Cooler Typ, aber nicht meiner

Süden selbst bleibt mir ein wenig fremd. Ich verstehe seine Kombination aus Unberührbarkeit und plötzlich tiefen Emotionen nicht immer. Da sehe ich manchmal keine Kongruenz, keine Übergänge. Er wird mir im Laufe der Geschichte zwar sympathischer, aber dieser wortkarge Typ ist für mich nicht richtig einsortierbar. Er ist interessant, ohne Frage, und ich schlage mich auf seine Seite. Aber als Mensch ist er mir zu wenig greifbar.

Weshalb das wohl auch mein einziger Ausflug in die Tabor Süden Reihe bleiben wird. Und ihr versteht das bitte richtig: Ein gutes Buch, und eine Hauptfigur mit Markanz. Aber die Chemie stimmt zwischen uns nicht. Ich bin mir sicher, er wird auch ohne mich erfolgreich weiter ermitteln.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

Rezension: All The Bright Places von Jennifer Niven

Jennifer Niven_All The Bright Places_300Titel: All The Bright Places
erscheint unter dem Titel ‚All die verdammt perfekten Tage‘ am 28. Dezember 2015 im Limes Verlag auf Deutsch!
Autor: Jennifer Niven
Sprache: Amerikanisches Englisch
Format: Hörbuch
Sprecher: Kirby Heyborne, Ariadne Meyers
Anbieter: Listening Library
erschienen: 06.01.2015
Länge: 11 Std. 04 Min.

Das Hörbuch ist als Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis
€ 31,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produkteite von audible.

Inhalt (audible):

Theodore Finch is fascinated by death, and he constantly thinks of ways he might kill himself. But each time, something good, no matter how small, stops him.
Violet Markey lives for the future, counting the days until graduation, when she can escape her Indiana town and her aching grief in the wake of her sister’s recent death.
When Finch and Violet meet on the ledge of the bell tower at school, it’s unclear who saves whom. And when they pair up on a project to discover the „natural wonders“ of their state, both Finch and Violet make more important discoveries: It’s only with Violet that Finch can be himself – a weird, funny, live-out-loud guy who’s not such a freak after all. And it’s only with Finch that Violet can forget to count away the days and start living them. But as Violet’s world grows, Finch’s begins to shrink.

Zum Hörbuch

:

Selbstmord. Trauer. Psychische Störungen. Puh. Dieser Jugendroman fährt ganz schön schwere Kaliber auf. Das hätte auch ins Auge gehen können, hätte entweder in bleierner Schwere versinken oder – der GAU überhaupt – in Kitsch ertrinken können. Doch zum Glück passiert das nicht, und ein Grund dafür mag sein, dass Autorin Jennifer Niven selbst ein ’suicide survivor‘ ist: Im Nachwort erzählt sie, dass auch sie schon nahestehende Menschen verloren hat, die sich selbst das Leben nahmen.

Hier sind es zwei Teenager – Finch und Violet – die sich wortwörtlich am Abgrund begegnen. Beide stehen auf dem Glockenturm des Schulgebäudes, und zwar draußen auf dem Sims. Beide haben unabhängig voneinander beschlossen, zu springen. Es ist die erste Szene im Hörbuch, erzählt aus Finch’s Ich-Perspektive, und Niven schafft es tatsächlich, in diese ersten Minuten neben Dramatik auch Humor zu mischen. „You come here often?“ fragt Finch die perplexe Violet mit schief grinsendem Sarkasmus. Und man muss aufpassen, nicht zu lachen.
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Englische Hörbüch-Neuerscheinungen im Februar 2015

Paula Hawkins_The Girl On The Train_175Auf dem Audible Hoerbuecher-Blog stelle ich euch einen Querschnitt durch die englischen Hörbuch-Neuerscheinungen im Februar vor.

Meine Favoriten diesmal: Ein englischer Thriller à la ‚Gone Girl‘, ein Körpertausch-Roman und die neue Kurzgeschichtensammlung meines derzeitigen britischen Lieblingsautors, der sie selbst vorliest.

Na? Neugierig?

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Rezension: Moriarty von Anthony Horowitz

Moriarty Anthony HorowitzTitel: Moriarty
(dt. Titel: Der Fall Moriarty)
Autor: Anthony Horowitz
Sprache: Englisch
Medium: Hörbuch
Sprecher: Julian Rhind-Tutt (+Derek Jacobi)
Anbieter: Orion Publishing Group
erschienen: 23.10.2014
Länge: 10 Std. 46 Min. (ungekürzt)

Das Hörbuch ist als Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis € 31,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Inhalt (audible):

Sherlock Holmes is dead.

Days after Holmes and his arch-enemy Moriarty fall to their doom at the Reichenbach Falls, Pinkerton agent Frederick Chase arrives in Europe from New York. The death of Moriarty has created a poisonous vacuum which has been swiftly filled by a fiendish new criminal mastermind who has risen to take his place.

Ably assisted by Inspector Athelney Jones of Scotland Yard, a devoted student of Holmes‘ methods of investigation and deduction, Frederick Chase must forge a path through the darkest corners of the capital to shine light on this shadowy figure, a man much feared but seldom seen, a man determined to engulf London in a tide of murder and menace.

Zum Hörbuch:

Oh, ist das clever! Mit der Schlusspointe kommt das Bedürfnis, das ganze Buch gleich nochmal zu hören und, wie Sherlock Holmes, besser aufzupassen.

Aber der Reihe nach. Sherlock Holmes spielt in dieser Geschichte nämlich nicht mit. Sherlock Holmes ist tot. Beruhigt euch! Wer in Arthur Conan Doyles Original-Kanon bewandert ist, weiß natürlich, dass Holmes in ‚The Reichenbach Fall‘ gar nicht wirklich umgekommen ist. Das war nur ein Trick. Aber genau im Anschluss an diesen vorgetäuschten Tod beginnt MORIARTY.

Statt Holmes und Watson (der ebenfalls durch komplette Abwesenheit glänzt) ermitteln diesmal Inspector Athelney Jones von Scotland Yard und Frederick Chase, Privatdetektiv bei Pinkerton’s in New York. Beide haben ihre Gründe: Jones ist seit Jahren begeisterter Anhänger von Sherlock Holmes‘ Ermittlungsmethoden und hat sie ausgiebig studiert. Er möchte nicht nur den Tod seines Idols aufklären, sondern sich auch endlich ebenbürtig mit dem ‚consulting detective‘ fühlen. Chase wiederum möchte verhindern, dass der amerikanische Mega-Verbrecher Clarence Devereux das Macht-Vakuum besetzt, das Moriarty nach seinem Tod in England hinterlassen hat.
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