Rezension: ‚Das Atlantis-Gen‘ von A.G. Riddle

Das Atlandis Gen A.G. RiddleTitel: Das Atlantis-Gen
Originaltitel: The Atlantis Gene
Autor: A.G. Riddle
aus dem Amerikanischen von: Marcel Häußler
Format: Taschenbuch, broschiert
Verlag: Heyne
erschienen: 15. Juni 2015
Länge: 640 Seiten

DAS ATLANTIS GEN ist erhältlich direkt beim Heyne-Verlag, bei buchhandel.de (unterstützt den lokalen Buchhandel) oder beim Buchladen eures Vertrauens vor Ort.

Inhalt:

Vor 70.000 Jahren stand die Menschheit vor der Auslöschung … Doch ein unerklärlicher Entwicklungssprung setzte den Homo sapiens an die Spitze der Evolution … Nach geheimen Erkenntnissen liegt der Schlüssel hierfür im Atlantis-Gen, dem Vermächtnis der atlantischen Hochkultur … Der mysteriöse Großkonzern Immari ist auf der Suche nach diesem Gen … Das Ziel: ein neuer Typus Mensch … Dafür beschwört Immari eine globale Katastrophe unvorstellbaren Ausmaßes herauf … Nur die Geheimorganisation Clocktower kennt diesen fatalen Plan … Als in der Antarktis ein Höhlenlabyrinth aus atlantischer Vorzeit gefunden wird, beginnt der Kampf um die Zukunft der Menschheit!

Zum Buch:

Yup. Die Inhaltsangabe hört sich spannend an. Und ziemlich irre. Und genau das trifft es: A.G. Riddle’s Science-Mystery-Abenteuer ist ein unterhaltsamer, teils hanebüchener aber packender Ritt durch Wissenschaft, Medizin, Legenden, Mythen, Agenten-Adventure, Liebesgeschichte und Apokalypse.

Verwegen verworrene Grundidee

Versuchen wir den roten Faden zu fassen: Eine Wissenschaftlerin mit dem Spezialgebiet Autismus und ein Agent einer geheimen Anti-Terror-Einheit kämpfen gegen den Konzern/Kult der Immari an, welche aus Angst vor der Rückkehr der Atlantis-Bewohner dabei sind, einen Großteil der Menschheit auszurotten. Das Ziel: Nur die Starken sollen überleben. Die mit dem Atlantis-Gen.

Es ist ein Rennen gegen die Zeit, das sich in DAS ATLANTIS-GEN durch etliche Länder Asiens, die Antarktis und viele unterirdische Kammern durchspielt und in dem als klassische Fieslinge Nazis mit ihren abartigen Experimenten eine wichtige Rolle spielen. Teils hat das das Feeling eines Indiana Jones-Films, nur, dass statt Harrison Ford der Geheimagent David Vale den Tag zu retten versucht. Die Frau an seiner Seite ist Dr. Kate Warner, Autismus-Expertin mit einer Vergangenheit, die rätselhafter ist, als es zunächst den Anschein hat.

Wissenschaftlerin und Agent gegen uralten Kult

Diese zwei sind ein Fixpunkt der Geschichte und helfen über so manch hanebüchene (Un)logik, aufkommende Verwirrung und auch ein paar Längen hinweg. Arg nachdrücklich wird immer wieder die Sache mit den Atlantern erklärt, zu viel wird durch die Gänge unter der Erde geirrt, zu an den Haaren herbeigezogen ist so manche Verbindung. Insgesamt wirkt der Text zu wenig lektoriert: Es hätte mutiger gekürzt, korrigiert, in die Spur gebracht werden können. Da tut es gut, in Kate eine (meist) sympathische Frauenfigur zu haben, und in David den Ritter in James Bond-Montur. Sie tragen die Story und halten einen auch über Schlaglöcher hinweg bei der Stange.

Mit einigen Schwächen, aber trotzdem spannend

DAS ATLANTIS GEN ist so ein Buch, bei dem man sich nach den ersten 100 Seiten entscheiden muss: Will man einen wissenschaftlich fundierten, logisch aufgebauten, anspruchsvollen Science-Thriller? Oder will man ein wildes Mystery-Abenteuer voller waghalsiger Ideen, die öfters abstrus sind, aber irgendwie doch Spaß machen? Letztere Bedürfnisse bedient DAS ATLANTIS GEN bestens. Wenn man nicht genau hinguckt, mit dem ein oder anderen Klischee kein Problem hat und auf wüste Verschwörungstheorien mit pseudowissenschaftlichem Hintergrund abfährt, ist A.G. Riddles Achterbahn zur Apokalypse genau das Richtige.

Und am Schluss, als der Super-Gau trotz aller Verhinderungsversuche von Kate und David bevorsteht, möchte man natürlich trotz aller Ungereimtheiten unbedingt wissen, wie es weitergeht.

Die Fortsetzung, DAS ATLANTIS VIRUS, ist am 10.8.2015 erschienen. Teil 3, DIE ATLANTIS VERNICHTUNG, folgt im Dezember 2015.

Danke an den Heyne-Verlag für das Rezensionsexemplar!

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