Rezension: Revelations (Extinction Point Series #3) von Paul Antony Jones

Revelations von Paul Antony JonesTitel: Revelations
Autor: Paul Antony Jones
Sprache: Englisch
Format: eBook, Kindle Edition
Verlag: 47North
erschienen: 08.04.2014
Seitenzahl der Printausgabe: 307 Seiten

Inhalt:

There is nowhere left to run. In the wake of the deadly plague that virtually annihilated the human race, a vast red jungle teeming with alien creatures and lethal plants is devouring Earth, swallowing buildings whole and ruthlessly decimating what life remains. A witness to the terrifying transformation, survivor Emily Baxter thinks the odds against humanity can’t get any worse.

She is wrong.

Zum Buch:

Diese Serie ist eine meiner ‚guilty pleasures‘. Teil 1 habe ich mal als Kindle Angebot im Urlaub gelesen, die anderen dann über Prime geliehen (Ich hätte sie sonst aber auch gekauft, das wär’s mir schon wert gewesen). Es geht im Urlaub schließlich nichts über ein gutes Endzeit-Szenario inklusive Ausrottung der Menschheit und Riesenkrabbenartige Alien-Invasoren… 😉

Achtung: Spoiler Teil 1 und 2!

Das war los in Teil 1

Die Idee in Teil 1, Extinction Point, war so packend: Auf der ganzen Welt fällt roter Regen. Innerhalb weniger Stunden stirbt die gesamte Menschheit – bis auf Emily, eine Journalistin in New York. Sie erlebt mit, wie aus merkwürdigen Kokons Außerirdische schlüpfen, sich rote ‚Bäume‘ in den Himmel recken, die gesamte Erde durch fremde Vegetation überwuchert wird.

Das war los in Teil 2

In Teil 2, Exodus, kämpft sich Emily mit ihrem Gefährten, einem Schlittenhund, in Richtung Norden, wo eventuell Hilfe und Rettung warten. Dabei gabelt sie eine ‚Ersatztochter‘ auf, deren Familie ein grausiges Schicksal durch die Aliens ereilt.

Teil 3: Im hohen Norden

Das Ende von Teil 2 machte schon klar, dass Emily’s Reise nicht zu Ende ist. Statt bei Jacob in Sicherheit zu sein, schleicht sich die Gefahr heran: Die rote Vegatation kriecht auch auf die Forschungsstation im Eis zu. Das ‚Terraforming‘ durch die außerirdischen Invasoren ist fast vollständig. Nur wenige Flecken der Erde sind noch nicht überwuchert.

Zu einem solchen macht sie sich mit Rhia, Jacob, ihrem Hund und der dazugestoßenen Crew eines englischen Militärschiffs auf den Weg. Dort angekommen, geht der Kampf weiter: Gegen fleischfressende Käfer, drachenartige Aliens und einiges Andere. Auch eine Liebesgeschichte baut Paul Anthony Jones ein, sowie eine Enthüllung am Schluss, die unerwartet, aber im Genre jetzt auch nicht wirklich neu ist.

Story mit Längen, verbesserter Stil

Positiv: Jones verliert sich nicht mehr in endlosen Detailbeschreibungen. Das war in Teil 1 kaum auszuhalten. Sein Stil hat sich deutlich entwickelt. Er kann wirklich spannend und komprimiert schreiben, wenn er’s drauf anlegt.

Längen kommen diesmal nicht stilistisch, sondern nur im Plot auf. Die Warterei im Eis zieht sich. Bis die Truppe endlich am neuen Stützpunkt eintrifft, muss man Geduld aufbringen. Zum Glück gibt es die aufkeimende Liebelei zwischen Emily und dem schottischen Seemann. Die Eroberung der neuen Heimatbasis. Und dann gut platzierte Todesfälle mit anziehendem Angstfaktor. Eine Expedition mit Aufregung und einem Ekeltod folgt – am Schluss wird es richtig spannend, bedrohlich, fremd. Genau deshalb mag ich die Reihe!

Feindliche Übernahme: Terraforming ganz in Rot

Die veränderte Welt, die Jones beschreibt, bleibt faszinierend. Die Aliens sind schön fremdartige, teils eklige, gruselig-exotische Kreaturen. Nur was den roten Bewuchs angeht, muss ich nicht in jeder dritten Zeile wieder darauf hingewiesen werden. Wirklich – da sehe ich selbst fast rot. ALLES ist rot. Wir haben’s kapiert.

Nach wie vor krankt die Serie an mangelnder Logik. Warum lassen die Aliens die Überlebenden weitgehend in Ruhe? Was sollen die einzelnen, scheinbar unmotivierten Überfälle? Auch die Erklärung am Ende ist irgendwie keine richtige Erklärung.

Fehlerhaft – und trotzdem fesselnd

Aber was soll’s. Die Invasionsgeschichte zieht und rührt an großen Ängsten sowie an großer Faszination. Die Figuren (nebst Hund) sind mir ans Herz gewachsen. Wir haben schließlich einiges zusammen durchgemacht. Immer noch möchte ich wissen, wie Emily mit ihrer kleinen ‚Familie‘ überlebt.

Die wohl größte Überraschung am Schluss ist daher höchst erfreulich: Eigentlich als Endband einer Trilogie verkauft, soll die Reihe jetzt doch weitergehen. Teil 4, Genesis, ist für November angekündigt. Die vielversprechende Tür dazu hat Jones ja auch sorgsam geöffnet.

Fazit:

Band 3 einer Reihe um eine Alieninvasion der Erde und den Überlebenskampf einer Handvoll übrig gebliebener Menschen, im Zentrum eine junge Journalistin. Nach wie vor nicht perfekt – es gibt Längen, Wiederholungen, Schlaglöcher in Sachen Logik und Originalität. Aber die zum ‚roten Planeten‘ mutierende Erde ist eine faszinierende feindliche Welt, Paul Antony Jones gibt uns mehr Figuren zum Mitfiebern, und stilistisch hat er sich gemausert.

Anscheinend hat er selbst so viel Vergnügen an der Sache, dass er die Extinction Point Trilogie verlängert: Am Ende des Buches berichtet er, dass Emily’s Geschichte noch nicht zu Ende ist. Mit anderen Worten: Band 4 ist in Arbeit. Find‘ ich gut.

Bewertung: 7 von 10 Punkten

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