Wie ich mit Claire und Jamie zusammen alt werde: Outlander #3 – „Voyager“

Nachdem ich mich vor knapp einem Monat kopfüber in die „Outlander“-Saga gestürzt habe, gab es bisher noch keinen Grund, aus den Highlands wieder in die Wahre Welt zurückzukehren. Zu schön ist es da, bei Claire und Jamie Fraser. So habe ich mich durch die zwei TV-Staffeln und die zugehörigen Bücher gepflügt, um dann mit meinem Lieblingsrotschopf und seiner Sassenach in unbekanntes Terrain aufzubrechen: zu Buch #3, „Voyager“ (auf Deutsch: „Ferne Ufer“) gibt es noch keine TV-Staffel (die gibt’s ab 10. September zu sehen, zumindest für die Glücklichen, die Starz oder RTL Passion abonniert haben). Als ich mich an das 42-stündige englische Hörbuch bzw. das 870-seitige eBook mache (ich switche, je nach Situation, hin und her), muss ich mich also auf mein eigenes Kopfkino verlassen.

englischer Trailer zu Staffel 3 von „Outlander“
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Schmachtend in den Highlands -„Outlander“ von Diana Gabaldon

Aye. Es ist passiert. Ich bin der „Outlander“-Serie verfallen. Und das gilt für die TV-Serie sowie für die Bücher und (englischen) Hörbücher. Ich, die ich mich doch immer über romantischen Kitsch und sogenannte „Frauenliteratur“ erhaben fühle. Ausgerechnet ich, mit meinem Hang zu eher düsterer Literatur und meiner geheimen Vorliebe für Zombies. Und jetzt „Outlander“. Wie konnte das passieren?!
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„Sherlock“ Staffel 4, Folge 2: „Der lügende Detektiv“ – eine Jubelkritik

Englischer Trailer zu „The Lying Detective“

Vom sterbenden zum lügenden Detektiv

Meine Lieblingsfolge der 4. Staffel von „Sherlock“ beruht – wie der Titel sehr unverhohlen andeutet – auf der Originalgeschichte „The Dying Detektiv“ (Der Detektiv auf dem Sterbebett). Wer’s nicht mehr parat hat: Arthur Conan Doyle lässt darin Sherlock Holmes vortäuschen, schwerkrank im Sterben zu liegen. Er schickt den besorgten Dr. Watson zu einem Spezialisten für exotische Krankheiten, um diesen herzuholen. Culverton-Smith – so der Name – kommt in die Baker Street und gesteht dem sterbenden Detektiv, ein Mörder zu sein und Sherlock Holmes mithilfe einer präparierten Schachtel vergiftet zu haben. Dr. Watson, der sich hinter dem Bett versteckt hat, springt hervor und macht Culverton-Smith dingfest. Holmes gesteht Watson daraufhin, die Krankheitssymptome nur vorgetäuscht zu haben.

Steven Moffat, Autor dieser Episode, hat die Originalzutaten genommen und sie zu einer gewieften, unterhaltsamen, verwirrenden, cleveren und teils düsteren Folge neu arrangiert, ohne den Ursprung aus den Augen zu verlieren. Das macht allen Sherlock Holmes Fans Freude: Wer den ACD Canon schon auswendig kennt, wird mit Überraschungen belohnt. Neulinge bekommen einfach eine tolle Geschichte zum Knobeln.
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Sherlock Staffel 4, Folge 1: „Die sechs Thatchers“ – eine Manöverkritik

Ich habe mir jetzt lange genug auf die Zunge gebissen, Leute. Schon Anfang Januar lief die 4. Staffel von „Sherlock“ in England und war seither in etlichen anderen Ländern sowie über Streaming-Dienste schaubar. Aber weil die drei neuen Folgen in Spielfilmlänge jetzt erst (warum jetzt erst?!) auf Deutsch im Free TV laufen, habe ich mich zurückgehalten. Jetzt ist Schluss. Denn wenn ihr „The Six Thatchers / Die sechs Thatchers“ jetzt immer noch nicht gesehen habt (warum nicht?!) und ich euch mit diesem Artikel spoilere, dann seid ihr wirklich selbst Schuld.

Eins vorab: Ich kenne bereits die gesamte Staffel 4, und meine Meinung über die einzelnen Folgen wird natürlich von der Gesamtsicht auf die Staffel beeinflusst. Ich werde mich in meinen Postings trotzdem nur auf die jeweilige Folge beziehen und euch nicht über darüber hinaus spoilern.

Genug Vorgeplänkel. The Game is on!

Unwucht im Timing

„Die sechs Thatchers“ ist nicht meine Lieblingsfolge der Staffel (Das ist „Der lügende Detektiv“, aber dazu an anderer Stelle mehr). Beim ersten Schauen kommt mir vieles gehetzt und vom Timing her unausgewogen vor. Der Anfang wirbelt an einem vorbei, so dass man kaum Zeit zum Mitdenken hat. Vor allem Rosie’s Geburt geht mir viel zu schnell. Alles wirkt wie Bruchteile von dem, was ich erwartet hatte.
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