Sherlock Staffel 4, Folge 1: „Die sechs Thatchers“ – eine Manöverkritik

Ich habe mir jetzt lange genug auf die Zunge gebissen, Leute. Schon Anfang Januar lief die 4. Staffel von „Sherlock“ in England und war seither in etlichen anderen Ländern sowie über Streaming-Dienste schaubar. Aber weil die drei neuen Folgen in Spielfilmlänge jetzt erst (warum jetzt erst?!) auf Deutsch im Free TV laufen, habe ich mich zurückgehalten. Jetzt ist Schluss. Denn wenn ihr „The Six Thatchers / Die sechs Thatchers“ jetzt immer noch nicht gesehen habt (warum nicht?!) und ich euch mit diesem Artikel spoilere, dann seid ihr wirklich selbst Schuld.

Eins vorab: Ich kenne bereits die gesamte Staffel 4, und meine Meinung über die einzelnen Folgen wird natürlich von der Gesamtsicht auf die Staffel beeinflusst. Ich werde mich in meinen Postings trotzdem nur auf die jeweilige Folge beziehen und euch nicht über darüber hinaus spoilern.

Genug Vorgeplänkel. The Game is on!

Unwucht im Timing

„Die sechs Thatchers“ ist nicht meine Lieblingsfolge der Staffel (Das ist „Der lügende Detektiv“, aber dazu an anderer Stelle mehr). Beim ersten Schauen kommt mir vieles gehetzt und vom Timing her unausgewogen vor. Der Anfang wirbelt an einem vorbei, so dass man kaum Zeit zum Mitdenken hat. Vor allem Rosie’s Geburt geht mir viel zu schnell. Alles wirkt wie Bruchteile von dem, was ich erwartet hatte.
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