Mit Bleigurt ums Leben paddeln: „Schwimmen“ von Sina Pousset

Schwimmen von Sina PoussetTitel: Schwimmen
Autor: Sina Pousset
Format: Hardcover
Verlag: Ullstein fünf
erschienen: 08.09.2017
Länge: 224 Seiten

Inhaltsangabe:

Milla und Jan kennen sich seit Kindertagen. In einem heißen Sommer fahren sie gemeinsam mit Jans Freundin Kristina ans Meer. Drei Tage lang schweben sie zwischen Angst, Liebe und Sehnsucht. Bis sich alles bei einem heftigen Gewitter katastrophal entlädt. Jan überlebt nicht. Vier Jahre später sind Milla und die kleine Emma an einem kalten Morgen durch die große Stadt unterwegs. Da findet Milla etwas, das sie an Jan erinnert und stellt sich endlich der Vergangenheit.

Zum Buch:

Kurze, komponierte Sätze umschwirren mich und lassen Bilderfolgen vor mir aufflashen. Eine Sprache, die sehr gewollt daher kommt, sehr bewusst, die aber gleichzeitig Momentaufnahme aus dem Hirn der fiktiven Erzählerin sein soll: Eine junge Frau, die durch den morgendlichen Verkehr ein kleines Mädchen in den Kindergarten bringt. Die Sätze haben Gewichte an den Beinen. Sie zerren bedeutungsvoll am Leser. Dass das hier kein leichtfüßiger Spaziergang wird, ist gleich am Anfang klar.

Sie fährt Rad und atmet und findet den Rhythmus nicht. Heute nicht. Es geht schwer, und die Leute überholen sie. Die Ampel wird rot, es strömen Menschen vorbei an den Autos, Radfahrer klingeln, ein Bus brummt hinter ihr, dahinter surrt eine Bahn. Durch die Stadt klingt der Stau.

„Schwimmen“, Sina Pousset, S.12

 

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Auf der Suche nach dem perfekten Passwort: „Origin“ von Dan Brown

Origin von Dan BrownTitel: Origin (Robert Langdon #5)
Autor: Dan Brown
Sprache: Deutsch
aus dem amerikanischen Englisch von Axel Merz
Sprecher: Wolfgang Pampel
Verlag: Lübbe Audio
erschienen: 04.10.2017
Länge: 18:56 Std., ungekürzt

Das Hörbuch ist als Download bei audible.de erhältlich, und zwar HIER. Es kostet im Flexi-Abo € 9,95 (regulärer Preis € 34,95). Eine Hörprobe findet ihr ebenfalls auf der Produktseite von audible.

Wenn ein Harvard-Professor mit einer Kinderarmbanduhr auf einer intellektuellen Schnitzeljagd um den Globus hetzt, um ein die Welt erschütterndes Rätsel zu lösen, kann das nur eins bedeuten: Robert Langdon ist wieder unterwegs.

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Neues im audible magazin: 10 Gründe warum wir Hörbuchserien lieben

Hörbuchserien: Einmal angefangen, kann man einfach nicht mehr aufhören. Man will auch gar nicht mehr aufhören.  Seriensucht. Mir ging das zuletzt so mit „Outlander“ von Diana Gabaldon. Für das neue audible magazin habe ich jetzt einen Artikel darüber geschrieben, warum Hörbuchserien so großartig sind.

„10 Gründe warum wir Hörbuchserien lieben“

Schaut doch mal vorbei! Euch fallen doch bestimmt noch mehr Gründe und noch mehr Lieblingsserien ein…

Trivia-Sammelsurium mit etwas Adele in der Mitte

Adele: ihre Songs, ihr LebenTitel: Adele – ihre Songs, ihr Leben
Autor: Sean Smith
aus dem Englischen übersetzt von Heike Holtsch und Martin Fischer
Format: eBook (Kindle Edition)
Verlag: Harper Collins
erschienen: 15.05.2017
Länge der Printausgabe: 320 Seiten

Inhaltsangabe:

Adele berührt die Herzen von Millionen Menschen, die sie für ihre Stimme lieben und für die Aufrichtigkeit in ihren Songs bewundern. Ihre Natürlichkeit macht sie in der oberflächlichen Musikszene zu einem wahren Phänomen. Der Bestseller-Biograf Sean Smith enthüllt das Geheimnis um Adeles Erfolg. Mit dem Blick eines Insiders erzählt er von ihrer Herkunft, ihrem sagenhaften Aufstieg und ihren privaten Rückschlägen. So offenbart sich die wahre, verletzliche Adele: der Mensch hinter dem Superstar.

Zum Buch:

Was mich geritten hat, die unautorisierte Biografie einer Sängerin zu lesen, die gerade mal Mitte zwanzig ist? Kann ich euch sagen: Der Frust, auch bei Adele’s letzter Tournee mal wieder keine Karten bekommen zu haben. Da wollte ich wenigstens etwas mehr über diese Ausnahme-Sängerin wissen, deren Konzert in der Royal Albert Hall mich jedes Mal zu Tränen rührt, wenn ich mir die DVD davon ansehe.
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Worte malen ein Gemälde: „Das letzte Bild der Sara de Vos“

Das letzte Bild der Sara de Vos von Dominic Smith
Copyright Cover: Ullstein Verlag

Titel: Das letzte Bild der Sara de Vos
Originaltitel: The Last Painting of Sara de Vos
aus dem Englischen übersetzt von Sabine Roth
Verlag: Ullstein
erschienen: 10.03.2017
Länge: 352 Seiten, Hardcover

Inhaltsangabe:

Sara de Vos ist 1631 die erste Malerin, die in die Meistergilde in Amsterdam aufgenommen wird. 300 Jahre später ist nur noch ein einziges ihrer Gemälde erhalten. Das Bild hängt über dem Bett eines reichen, etwas ruhelosen New Yorker Anwalts. Ohne böse Absichten kopiert eine junge Australierin das Bild. Doch die Kopie wird in Umlauf gebracht, mit erschütternden Konsequenzen. Jahrzehnte später treffen die beiden Bilder, die Fälscherin und der Anwalt noch einmal aufeinander.

Zum Buch:

Bilder und Texte sind zwei so unterschiedliche Medien, dass es immer besonders faszinierend ist, wenn das eine das andere darzustellen versucht. Der in Australien geborene und in den USA lebende Dominic Smith hat in seinem Roman „Das letzte Bild der Sara de Vos“ diese Herausforderung angenommen.:
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Wie ich mit Claire & Jamie die Neue Welt erobere: Drumns Of Autumn (Outlander #4)

Eigentlich wollte ich nach Outlander #3 „Voyager“ erstmal eine Pause einlegen und mir in aller Ruhe die anstehende 3. TV-Staffel ansehen. Aber auch wenn Geduld eine Tugend ist – nicht bei mir, und so griff ich noch am selben Tag zu Buch 4 der Reihe: „Drums of Autumn“ (auf Deutsch: „Der Ruf der Trommel“).

 

Worum geht es in „Drums of Autumn“?

Drums of Autumn von Diana GabaldonWaren Claire und Jamie am Ende von Buch 3 in Amerika angekommen, so verbringen sie Buch 4 damit, sich dort ein neues Leben aufzubauen – nicht einfach in der Wildnis der frühen Siedlerzeit, wo Indianer, wilde Tiere und harte Winter nur zu einigen der Gefahren gehören, mit denen sie konfrontiert werden. Währenddessen macht Claire’s Tochter Brianna in den 60er Jahren eine Entdeckung, die ihr klar macht: Sie muss ihre Mutter finden. Auf Brianna’s Fersen: Roger Wakefield, der mehr als nur Gefallen an ihr gefunden hat.

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„Der Herr der Ringe“ in retro: Das Hörspiel von Peter Steinbach

Titel: Der Herr der Ringe – Das Hörspiel
nach J.R.R. Tolkien
Hörspielbearbeitung: Peter Steinbach
Regie: Bernd Lau
Musik: Peter Zwetkoff
Sprecher: Ersnt Schröder, Manfred Steffen, Klaus Herm, Matthias Haase, Edgar Hoppe, Rufus Beck u.v.a.
Produktion: Südwestfunk 1991/1992

erschienen in der Hörverlag als mp3-CD-Set 14.11.2016

Es war einmal…

…in den 50er Jahren, als noch niemand wusste, was ein Hobbit ist und dass Trolle bei Tagesanbruch versteinern. Heute dagegen gibt es kaum noch jemanden, der den weltberühmten, mehrbändigen Fantasy-Roman von J.R.R. Tolkien nicht kennt. Spätestens seit den Kinofilmen kennt jeder die Grundgeschichte: Hobbit Frodo Baggins aus dem Auenland begibt sich auf eine abenteuerliche Reise durch Mittelerde, um den einen Ring der Macht endgültig zu zerstören, bevor er dem bösen Sauron in die Hände fällt und alles verloren ist.

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Wie ich mit Claire und Jamie zusammen alt werde: Outlander #3 – „Voyager“

Nachdem ich mich vor knapp einem Monat kopfüber in die „Outlander“-Saga gestürzt habe, gab es bisher noch keinen Grund, aus den Highlands wieder in die Wahre Welt zurückzukehren. Zu schön ist es da, bei Claire und Jamie Fraser. So habe ich mich durch die zwei TV-Staffeln und die zugehörigen Bücher gepflügt, um dann mit meinem Lieblingsrotschopf und seiner Sassenach in unbekanntes Terrain aufzubrechen: zu Buch #3, „Voyager“ (auf Deutsch: „Ferne Ufer“) gibt es noch keine TV-Staffel (die gibt’s ab 10. September zu sehen, zumindest für die Glücklichen, die Starz oder RTL Passion abonniert haben). Als ich mich an das 42-stündige englische Hörbuch bzw. das 870-seitige eBook mache (ich switche, je nach Situation, hin und her), muss ich mich also auf mein eigenes Kopfkino verlassen.

englischer Trailer zu Staffel 3 von „Outlander“
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Schmachtend in den Highlands -„Outlander“ von Diana Gabaldon

Aye. Es ist passiert. Ich bin der „Outlander“-Serie verfallen. Und das gilt für die TV-Serie sowie für die Bücher und (englischen) Hörbücher. Ich, die ich mich doch immer über romantischen Kitsch und sogenannte „Frauenliteratur“ erhaben fühle. Ausgerechnet ich, mit meinem Hang zu eher düsterer Literatur und meiner geheimen Vorliebe für Zombies. Und jetzt „Outlander“. Wie konnte das passieren?!
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